Keeving Etienne und die Panthers müssen aufgrund eines bitteren Fehlers am Sonntag doch noch einmal gegen die Wizards antreten. Foto: Kevin Preuss

Den Black Forest Panthers wurde ihr Sieg in Karlsruhe – und damit der Einzug ins Finale – nachträglich aberkannt. Nun kommt es am Sonntag (17 Uhr) doch zu Spiel 3 gegen die Wizards.

Was eigentlich einer der schönsten und erfolgreichsten Tage der jüngeren Geschichte war, könnte sich für die Black Forest Panthers als einer der bittersten herausstellen. Aufgrund eines Formalfehlers wird das zweite Spiel der Halbfinalserie in Karlsruhe nachträglich mit 20:0 für die College Wizards gewertet. „Die letzten Stunden waren für uns – und vor allem für das Team – alles andere als einfach. Wir haben dieses Spiel auf dem Feld gewonnen und die Mannschaft hat einen tollen Job gemacht! Wir alle haben es gesehen“, wird Geschäftsführer Diego Santos in einer Vereinsmitteilung zitiert. „Die jetzige Situation empfinden wir aus sportlicher Sicht als sehr unglücklich. Dennoch gilt: Über mögliche Absichten oder Schuldzuweisungen zu sprechen, bringt uns nicht weiter. Die getroffene Entscheidung akzeptieren wir und richten unseren Fokus klar nach vorne.“

 

Stojcevic fehlte auf dem Spielberichtsbogen

Doch wie konnte es zu diese enorm bitteren Lage kommen? Wie die Panthers mitteilten, wurde der Kader für die Partie in Karlsruhe von ihrer Seite aus ordnungsgemäß eingetragen. Beim Übertrag in den offiziellen Spielberichtsbogen wurde allerdings vonseiten des heimischen Kampfgerichts der Spieler Julian Stojcevic nicht übernommen. Vor Spielbeginn blieb dies unentdeckt – Headcoach Pascal Heinrichs unterschrieb den fehlerhaften Spielberichtsbogen. „In 20 Jahren Trainerkarriere habe ich das noch nie kontrolliert“, verrät der Schwenninger Übungsleiter. Besonders bitter: Stojcevic stand am Freitagabend nur 34 Sekunden lang auf dem Feld – hatte also nur einen sehr geringen Einfluss auf das sportliche Geschehen.

„Keine Ausreden“

Im ersten Viertel kam es nach der Einwechslung des theoretisch nicht spielberechtigten Akteurs zu einer Unterbrechung, in der das Fehlen seines Namens festgestellt wurde. Die Partie wurde anschließend jedoch regulär fortgesetzt – und endete schließlich in dem berauschenden 73:66-Erfolg für die Gäste. „Für uns gilt: keine Ausreden. In schwierigen Momenten halten wir an unseren Werten fest – genau das wird uns zum Erfolg führen. Wir bleiben professionell, fokussiert und geschlossen. Mit der Energie und Geschlossenheit, die uns die ganze Saison ausgezeichnet hat“, so Santos.

Sonntag, 17 Uhr, Deutenberghalle

Der Geschäftsführer richtet außerdem einen Appell an die eigenen Fans: „Wir brauchen euch. Macht die Halle voll. Lasst und gemeinsam zeigen, wer wir sind.“ Die Panthers empfangen nun also doch am Sonntag (17 Uhr) die Wizards zu einem alles entscheidenden dritten Spiel dieser Serie.