Die Gemeinde Oberwolfach hat das Andenken an ihren Kirchenpatron zelebriert. Bei der Veranstaltung wurde auch die künftige Großpfarrei thematisiert.
Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde zum Gedenken des Heiligen Bartholomäus in der Pfarrkirche Patrozinium gefeiert. Wie im vorigen Jahr wurde die Messe, in Vertretung des urlaubenden Pfarrers Hannes Rümmele, von dessen Kollegen Pfarrer Renald Pulikodan Wilson, zusammen mit Diakon Willi Bröhl, zelebriert.
Das Gemeinde-Team der Pfarrei Oberwolfach bereitete den Festgottesdienst vor. Es wurde ein Begleitblatt mit zwei Bartholomäus-Liedern erstellt und ein auf den Festtag bezogenes Gebet formuliert, das von den Gottesdienstbesuchern gemeinsam mit den Geistlichen und Ministranten gebetet wurde.
Thema der Predigt von Pfarrer Wilson war Bartholomäus als einer der zwölf Apostel und als Märtyrer. Man sieht in Nathanael und Bartholomäus die gleiche Person. Jesus Christus bezeichnet ihn als „Mann ohne Falschheit“. Erst nach der Berufung zum Apostel wurde er Bartholomäus genannt. Sein Tod wurde der Überlieferung zufolge herbeigeführt, indem ihm die Haut abgezogen wurde. Eine solche Darstellung ist am Hauptaltar der Kirche in Oberwolfach zu sehen.
Mit dankbarem und zugleich anerkennendem Beifall wurde von den Feiernden das Mitwirken des Kirchenchors honoriert, der mit vierstimmigen Liedbeiträgen zu Ehren des Kirchpatrons dem Gottesdienst eine besonders festliche Note verlieh. Den Abschluss bildete das gemeinsam gesungene und an der Orgel von Petra Groß, die den verhinderten Dirigenten Herbert Meßmer vertrat, begleitete „Großer Gott, wir loben Dich“.
Das im Begleitblatt abgedruckte Gebet hatte auch die künftige „Großpfarrei“ im Blick. Es drückte in dieser demutsvollen Form die Hoffnungen der Gläubigen aus: „Sei bei uns, Herr, auf diesem Weg. Geh mit uns, Schritt für Schritt. Lass uns in deinem Geist Gemeinde werden.“