Noch in diesem Jahr geht die Ebinger Augenärztin Theresia Wagner in den Ruhestand. Mit Facharzt Fadi Aldarwich hat sie einen Nachfolger gefunden, der dieselben Leistungen anbieten will wie seine Vorgängerin.
„Es ist gar nicht einfach, einen Nachfolger für eine Arztpraxis zu finden – umso freue ich mich, dass es mir dies gelungen ist. Vor allem für meine Patienten.“
Im Mai 2006 hatte Theresia Wagner die Augenarztpraxis in der Unteren Vorstadt 7 von ihrem Vorgänger Hans-Joachim Lauer übernommen; zuvor war sie im Saarland, in Pforzheim und Oberstenfeld tätig gewesen.
Sie übernahm Lauers gesamten Patientenstamm; neben der täglichen Praxisarbeit operierte sie montags und mittwochnachmittags am Zollernalb-Klinikum – überwiegend Grauen Star.
Das Leistungsprofil Wagners will Fadi Aldarwich in Ebingen beibehalten
Theresia Wagner hat ihren Beruf immer mit viel Engagement und Freude ausgeübt, doch irgendwann sah sich doch den Zeitpunkt gekommen, sich zur Ruhe zu setzen. Was bedeutete: Es galt die Nachfolge zu regeln.
Für solche Fälle unterhält die Kassenärztliche Vereinigung (KV) eine spezielle Börse, und auf dieser wurde sie vor mehr als zwei Jahren auf Facharzt Fadi Aldarwich aufmerksam, der auf der Suche nach einer Augenarztpraxis war.
„Wir nahmen Kontakt zueinander auf und stellten fest, dass sein Leistungsprofil meinem sehr ähnlich war und zu meinen Vorstellungen passte.“ Die beiden trafen sich mehrmals und einigten sich schließlich darauf, dass er ihre Praxis übernehmen würde. Dritter im Bunde war die KV – auch sie gab schließlich ihre Zustimmung.
Die Betreuung der Augenarztpraxis und der Patienten geht nahtlos über
Fadi Aldarwich stammt aus der syrischen Hauptstadt Damaskus. Er hat in Russland Medizin studiert und sich danach in Syrien und in Deutschland weitergebildet. Seit 2019 ist er Facharzt für Augenheilkunde; seine beruflichen Stationen waren das Katharinenhospital und die Charlottenklinik in Stuttgart.
Vor fünf Jahren übernahm er die Standortleitung einer größeren Augenpraxis in Reutlingen; seit dem 1. April ist er in Ebingen und unterstützt Theresia Wagner in der Praxis und auch im OP. Nach einem Praxisumzug in das Zollernalb-Klinikum wird er dort – nahtlos – am 1. Juli die Betreuung übernehmen.
Mit dabei: das gesamte erfahrene Personal der Praxis Wagner. Fadi Aldarwich will die gleichen Leistungen anbieten wie seine Vorgängerin, darunter minimalinvasive Glaukom-Operationen und die intravitreale Medikamenteneingabe (IVOM).
„Ich freue mich auf meine Aufgabe“. Der 44-Jährige ist verheiratet, Vater von drei Kindern und derzeit in Reutlingen wohnhaft. Derzeit suchen seine Frau und er eine Wohnung oder ein Haus zwischen Albstadt und Balingen. Sie ist ebenfalls approbierte Ärztin und wird in der Praxis mitarbeiten.
Die Entwicklungen in der Augenheilkunde verfolgt sie auch im Ruhestand weiter
Und Theresia Wagner? „Der Wechsel in den Ruhestand wird ein gewaltiger Einschnitt werden, ich bin gespannt.“ Augenarzt sei ein Fulltime-Job; da sei naturgemäß einiges liegen geblieben, wofür sie nun mehr Zeit haben werde – Sport zum Beispiel.
Indes wird sie weiterverfolgen, was sich in der Augenheilkunde so tut: „Diese Disziplin ist so entwicklungsstark und spannend, da muss man dranbleiben und kann nicht einfach einen Cut machen. Und schließlich mache ich das ja schon seit 36 Jahren.“ Zweieinhalb Monate werden noch dazukommen – alles weitere ist dann Kürlauf.