Zum Jahreswechsel herrschte auch in den Krankenhäusern im Kreis Rottweil Hochbetrieb. Die Notaufnahmen hatten es dabei nicht nur mit Verletzungen durch Feuerwerk zu tun.
Schwerste Verletzungen im Gesicht und an den Gliedmaßen: Unfälle mit Feuerwerkskörpern gehören in der Silvesternacht zur traurigen Routine der Krankenhäuser, die jedes Jahr stark gefordert sind. Welche Bilanz ziehen die Helios Klinik in Rottweil und das SRH-Krankenhaus in Oberndorf? Die Antwort überrascht.
Insgesamt 70 Patienten wurden in der Notaufnahme der Helios Klinik Rottweil in der Silvesternacht und an Neujahr behandelt. Das Patientenaufkommen sei damit ähnlich wie in den Vorjahren gewesen, erfahren wir von Pressesprecherin Christina Ihle.
Außergewöhnliche Vorkommnisse habe es in Rottweil nicht gegeben. Von den Patienten, die behandelt wurden, hatte lediglich einer Verbrennungen durch einen Feuerwerkskörper erlitten, teilt Ihle mit.
Influenza und Lungenentzündung
Im SRH Krankenhaus in Oberndorf waren es drei Patienten, die wegen Verletzungen im Zusammenhang mit Feuerwerk und Böllern behandelt werden mussten. Glücklicherweise hätten diese keine schweren oder dauerhaften Schäden davongetragen, teilt Heidi Mielke, Pressesprecherin im SRH-Krankenhaus in Oberndorf, mit. Details zur Gesamtzahl der Patienten könne man nicht nennen, heißt es.
Jedoch gab es eine Auffälligkeit im Vergleich zu den Vorjahren. So seien es in diesem Jahr mehr internistische Patienten als im Vorjahr gewesen – „aufgrund von saisonalen Erkrankungen wie Influenza, Lungenentzündung oder allgemeinen Atemwegsinfekten“, erklärt Heidi Mielke, Pressesprecherin im SRH-Krankenhaus Oberndorf.
Neben diesen Fällen habe man aufgrund der Witterung auch einige Brüche in Folge von Stürzen behandeln müssen.
Appell an verantwortungsvollen Umgang
Und was sagen die Krankenhaus-Vertreter zur jährlichen Debatte um ein Feuerwerksverbot? In Oberndorf möchte man sich dazu nicht äußern und sich stattdessen auf die Kernkompetenz besinnen. „Als Krankenhaus konzentrieren wir uns auf die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Fragen zu möglichen Einschränkungen bei privaten Feuerwerken liegen in der Verantwortung der Politik“, erklärt Heidi Mielke.
Aus Rottweil heißt es: „Wir appellieren an einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerkskörpern, da diese Verletzungsrisiken bergen. Zu einem möglichen Verbot oder einer Einschränkung der Nutzung in Privathaushalten möchten wir uns nicht äußern.