Die SG Sonnenhof Großaspach steht nach der Hinrunde auf dem 2. Platz der Regionalliga Südwest. Pascal Reinhardt spricht mit unserer Redaktion darüber, was sein Team auszeichnet.
Die Saison begann für die SG Sonnenhof Großaspach mit einem 6:1-Erfolg über die TSG Balingen: Gewissermaßen gab diese Partie die Richtung vor – der „Dorfklub“ steht nämlich nach der Hinrunde bei 47 erzielten Toren und stellt damit deutlich die torgefährlichste Offensive der Liga.
Coach Pascal Reinhardt, auch bestens bekannt aus seiner Zeit beim VfL Nagold und FC Holzhausen, erklärt im Gespräch mit unserer Redaktion: „Wir wollen die Leute unterhalten. Ich nehme auch mal ein ekliges 1:0 mit, aber mag auch Spektakel. Unser Spiel soll mit und gegen den Ball dominant sein.“
Tuchfühlung zur Spitze
Mit 31 Punkten liegt man nur einen Zähler hinter Tabellenführer Freiberg – diese siegten zunächst neun Mal in Folge, gewannen die vergangenen acht Spiele aber nicht. „Wir sind demütig, die Vorrunde war aller Ehren wert. Ganz zufrieden bin ich aber nie, unser Job ist noch nicht erledigt.“
Die letzte Aussage ließe sich durchaus auch als Kampfansage in Richtung eines Aufstiegs interpretieren, Reinhardt sagt aber: „Das meine ich erstmal unabhängig vom Tabellenplatz. Wir wollen uns mit den besten Teams messen und müssen uns dabei nicht verstecken. Die Mentalität der Mannschaft ist klasse.“
Viele Remis
Die SGS, welche in der 1. Runde des DFB-Pokals beim 0:4 gegen Bayer Leverkusen einen couragierten Auftritt zeigte, hat mit erst zwei Niederlagen die wenigsten in der ganzen Liga. „Wir sind schwer zu schlagen“, stellt der ehemalige Profi klar. Dafür stehen schon sieben Unentschieden in der Bilanz. „Zwei Mal hatten wir Glück, in fünf Fällen waren wir eher näher am Sieg. Das ist aber auch ein Lernprozess und uns zuletzt immer besser gelungen“, lobt Reinhardt.
Fabian Eisele trifft und trifft
Er kann sich auch in dieser Saison wieder auf Goalgetter Fabian Eisele verlassen, der die Torschützenliste mit 14 Toren vor Pascal Testroet vom SV Sandhausen (12) anführt. Auch sonst steckt viel Qualität im Kader des früheren Drittligisten. „Wir wollen unseren Weg so weitergehen. Die Liga ist wie schon seit Jahren sehr ausgeglichen, es wurden wie immer viele Namen vor der Saison genannt“, weiß Reinhardt.
Und wenn sein Team sich weiterhin so torhungrig zeigt, dürfte die SGS auch weiterhin oben dabei bleiben. Schmunzelnd sagt er abschließend: „Nach 17 Spieltagen wurde noch kein Team Meister, und es ist auch noch niemand abgestiegen.“