„Jugendraum Stetten meets ’s Fecker“: Der Jugendverein rockt am 18. April mit dem „Fecker“-Team die Stettener Festhalle – womöglich eine der letzten Veranstaltungen in der Halle.
Die Mitglieder und Gäste des Jugendvereins Stetten hätten absehbar zur nächsten Besucher-Generation der Hechinger Altstadtkneipe „Fecker“ werden können – wenn die Traditionsgaststätte nicht zum Ende des Jahres 2024 ihre Pforten (für immer?) geschlossen hätte. Bis heute zumindest zeichnet sich keine neue gastronomische Nutzung ab.
Freundschaftlich verbunden sind die Jugendlichen den ehemaligen „Fecker“-Wirtinnen Pe Gantenbein-Mayer und Sandy Hirlinger allerdings. Wobei Letztere zwei ihrer Kinder (als Mitglieder) im Stettener Jugendraum bestens aufgehoben weiß.
Liebevolle Beziehung
Beide „Seiten“, die Jugendlichen mit Miriam Gindele als Vorsitzende des eingetragenen Vereins an der Spitze und die „Fecker“-Frauen, attestieren ihrer Beziehung eine „gegenseitige Liebe“. Die mündet nun in einer gemeinsamen Veranstaltung: „Jugendraum Stetten meets ’s Fecker“.
Eine größere Veranstaltung hat der Jugendverein noch nie aufgezogen – und lädt dazu in die Stettener Festhalle ein. Es könnte eines der letzten Events dort gewesen sein, denn: Die Halle ist bekanntlich nicht mehr standfest – spätestens Ende dieses Jahres hat sie ihr „Ablaufdatum“ erreicht. Die Pläne für einen Ersatz sind in Arbeit.
Die Intention der Jugendlichen, als Gastgeber eines so großangelegten Fests aufzutreten? „Wir möchten das ‚Fecker-DriemTiem‘ und zugleich alle Generationen zusammenbringen.“ Man stelle sich vor: Die Eltern im „Schlepptau“ ihres heranwachsenden Nachwuchses (oder umgekehrt!) auf derselben Party, womöglich gemeinsam auf der Tanzfläche oder „an der Bar“ – wie wunderbar! Und die Zeichen stehen gut dafür!
Diese Vorstellung hat auch die „Fecker“-Frauen ganz schnell überzeugt, mit ihrem „DriemTiem“ Teil der Veranstaltung sein zu wollen. Natürlich hoffen sie außerdem darauf, viele Gesichter aus ihrer Wirtinnen-Zeit mal wiederzusehen. Worauf sich alle miteinander freuen dürfen? Unter anderem auf den originalen „Fecker“-Wurstsalat (der in der Hallen-Küche vorbereitet wird) und Pommes. Außerdem auf selbst gebackenen Kuchen (und Kaffee), der ab 14 Uhr auf Spendenbasis serviert wird. Musikalisch umrahmt wird der Nachmittag von der Gruppe „Wolfbeats“ und dem Musikverein Stetten.
Übrigens: Tagsüber wird es auch ein Bastelangebot für Familien mit Kindern geben. Für die Betreuung der Kleinen sorgen Mitglieder des Jugendvereins.
Ab 20.30 Uhr beginnt in der Stettener Festhalle die Partyzeit mit DJ Kaktus alias Patrick Wolf aus Stetten. In der Bar hat das „Fecker“-Team das Sagen. Wichtig: Abends (an der Abendkasse) wird Eintritt erhoben. Zu Beginn werden sechs Euro erhoben, ab 22 Uhr werden acht Euro fällig. Warum das? Die Jugendlichen wollen einen Anreiz schaffen, dass ihre Generation die Halle schon früher „stürmt“ als sie sich üblicherweise aus dem Haus bewegt. Der Ausschank ist an diesem Abend bis 3 Uhr in der Früh erlaubt.
Viel Most und Apfelsaft
Noch einmal zurück auf Anfang. Ursprünglich war die Veranstaltung als Most-Fest gedacht. Immerhin haben die Mädels und Jungs aus dem Stettener Jugendraum im vergangenen Herbst auf verschiedenen Wiesen Obst eingesammelt – und selbiges in der „Alten Küferei“ von Simone und Jürgen Wetzel zu rund 600 Litern Most und nochmal 500 Litern Apfelsaft pressen lassen. Nur: Ein Most-Fest im Frühling? Na, ja. Aber: Selbstverständlich werden am 18. April auch Most und Apfelsaft ausgeschenkt!
Viele Unterstützer
Um die Veranstaltung in der Stettener Festhalle stemmen zu können, musste natürlich in Vorleistung gegangen werden. Auch dafür haben die Jugendlichen eine Lösung gefunden: Sponsoring. Denn nicht vergessen werden darf: Um ein solches Event genehmigt zu bekommen, braucht es auch ein Sicherheitskonzept und Security.
Unterstützer gefunden wurden unter anderem mit den Holzmeistern, mit der KDS Haustechnik, mit der Firma Brennstoff Plus, mit dem Landschaftsbauer Timberman aus Bitz und der Wolf Physiotherapie.
Mit dem Erlös aus der Kombi Kaffeenachmittag/Party will der Jugendverein anstehende Aktivitäten finanzieren, zum Beispiel die bereits über den 1. Mai anstehende Ausfahrt. Wie viele Gäste es den ganzen Tag über braucht, um im Nachgang von einem Erfolg sprechen zu können? 400 sollten es schon sein. Das klingt doch realistisch. Ein Letztes noch. Die „Fecker“-Frauen Sandy Hirlinger und Pe Gantenbein-Mayer stellen, „wenn’s gut läuft“, sogar einen Küchenschnaps (Insider wissen Bescheid) in Aussicht. Und die Jugendlichen überlegen noch final, den Party-Abend um die eine oder andere Aktion zu ergänzen. Stichwort: Plundertombola & Co.