An Halloween lockte wieder die Albstädter Kneipennacht das Partyvolk in die Innenstadt von Ebingen. Einige hatten sich gruselige Outfits einfallen lassen. Das sind die Bilder.
Schaurig schön war es am Freitagabend in der Ebinger Innenstadt. Zombies, Vampire, Geister und Hexen wandelten durch die Nacht. Sie zogen von einer Partylocation zur nächsten. Insofern herrschte auch auf den Straßen bei diesen lauen Herbsttemperaturen reges Treiben. Das Gros des Partyvolkes hatte sich nicht verkleidet oder in Halloweenmanier gruselig geschminkt. Sie feierten trotzdem gut gelaunt den Vorabend vor Allerheiligen.
Schon kurz nach Eröffnung waren vor allem das Café Enzo, das Carlos und das Valentino schon gut mit Besuchern in Feierlaune gefüllt. Alleinunterhalter „Angelo“ lockte im Café Enzo mit italienischen Evergreens die Leute zum Tanzen aufs Parkett, sodass man kaum noch die Tür öffnen konnte, so dicht gedrängt standen die Partygäste, um den anderen den Raum fürs Tänzchen zu lassen.
Männliche Nonnen sorgen für Furore
Eine Gruppe männlicher Nonnen sorgte hier für Furore auf der Fläche. Die Stimmung hätte kaum besser sein können. Die Männer in Ordenskleidung zogen am Abend noch weiter in andere Bars. Der einmalige Eintrittspreis erlaubte es, jede der zehn Locations mittels Armbändchen zu besuchen.
Im Hof formierten sich teilweise ganze Familien um die Stehtische im Freien. Sie genossen draußen ihr Bierchen, während die laute Musik aus den beiden Bars nach außen drang. Auch hier hatte man Musiker für den Live-Act engagiert. Dass das Carlos und das Valentino Mauer an Mauer stehen, machte in diesem Fall nicht viel aus. Die unterschiedliche Musik kam sich trotzdem nicht in die Quere. Hier fiel es leicht, von einem Ort zum anderen zu wechseln – oder man blieb eben gleich vor der Tür.
Partyvolk war schon von draußen zu hören
Es war wohl nicht allein die Live-Musik, die die Feiernden anlockte. Denn im Berry & Rey’s legte ein DJ auf, und dort hörte man das Partyvolk schon von draußen manchen Refrain bei alt bekannten Songs lautstark mitsingen. Und auch hier tummelten sich vor dem Gebäude schon die Gäste, und drinnen wurde es mitunter sehr eng.
Wer hier keinen Platz mehr fand, der konnte in die anderen Bars ausweichen. Im KulTurm wartete der weibliche DJ relativ lange auf Gäste. Da war zu Beginn selbst bei McDonalds mehr los. Obwohl dort zwar ebenfalls ein DJ auflegte, aber die Leute wohl eher wegen des schnellen Imbisses vorbeikamen.
Einige Locations füllten es sich erst später am Abend
Auch am Bahnhof wollte zu Beginn der Kneipennacht die Party noch nicht so richtig losgehen. Capt’n Knallermann hatte des Öfteren Zeit, um sich mit den auffallend jungen Gästen zu unterhalten, und dann wieder seine Ballermann-Schlager zu singen. Nebenan im Gleis 4 war es ähnlich. Der DJ hätte gerne mehr Gäste unterhalten, und auch im Besto wollte die Party in den ersten Stunden noch nicht so richtig losgehen. Ähnlich im Alten Kino. An diesen Orten sammelten sich erst zu sehr später Stunde die Feierwütigen.
Insgesamt war die Stimmung überall sehr gut. Auch die Bars hatten sich mit entsprechender Dekoration auf Halloween vorbereitet. Allerdings werden die Teilnehmer von Jahr zu Jahr weniger. Als die Albstädter Kneipennacht im Jahr 2012, damals mit dem Tanz in den Mai, ihren Anfang nahm, beteiligten sich noch 16 Kneipen am Event.
„Heute gelingt es uns mit viel Mühe zehn Kneipen zu gewinnen“, vermelden die Organisatoren Johann Schwab und Martin Braun mit Blick auf das Kneipensterben insgesamt. Auffallend war in dieser Nacht auch, dass die Polizei sehr präsent war. Immer wieder fuhren Streifenwagen die Innenstadt ab und sogar Beamte auf dem Fahrrad patrouillierten regelmäßig.