Jules Féron ist der neue Bürgermeister von Huningue, der Partnerstadt von Weil. Foto: Patrick Bogner

Jules Féron heißt der neue Bürgermeister von Huningue im Elsass. Der 28-Jährige tritt damit in die Fußstapfen seines Vorgängers Jean-Marc Deichtmann.

„Mit dem Ende seiner Amtszeit geht eine prägende Ära zu Ende, die unsere Partnerstädte in besonderer Weise miteinander verbunden hat“, wird Diana Stöcker, Oberbürgermeisterin von Weil am Rhein, in der Mitteilung der Stadtverwaltung zitiert.

 

In einem persönlichen Schreiben bedankt sich Stöcker bei Jean-Marc Deichtmann. „Über 18 Jahre hinweg hast Du Dich mit großem Engagement für die enge Zusammenarbeit unserer Gemeinden eingesetzt. Dank des gemeinsamen unermüdlichen Wirkens ist eine lebendige und vertrauensvolle Partnerschaft gewachsen, die weit über offizielle Begegnungen hinausgeht.

Sie ist getragen von echter Verbundenheit, gegenseitigem Respekt und einer tiefen Freundschaft zwischen unseren Gemeinden“, heißt es weiter in dem Schreiben.

Besonders hervorzuheben sei die Vielzahl der deutsch-französischen Projekte, die unter Mitwirkung Deichtmanns entstanden seien. Diese Initiativen hätten nicht nur den kulturellen Austausch bereichert, sondern auch nachhaltige „Dreiländer“-Brücken zwischen den Menschen gebaut und das europäische Miteinander gestärkt, so Stöcker.

Darüber hinaus dankte sie Deichtmann für seinen persönlichen Einsatz, für seine Offenheit und seine herzliche Art; auch im Namen des Gemeinderats der Stadt Weil am Rhein: „Du hast die Partnerschaft unserer Städte entscheidend geprägt und ihr eine besondere Tiefe verliehen.“

Deichtmann, der Huningue als einfacher Gemeinderat erhalten bleibt, war nach drei Amtszeiten nicht mehr angetreten. Bei der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Gemeinderats von Huningue wurde er von Jules Féron abgelöst. Dieser erhielt gleich im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, schreibt die Stadtverwaltung in ihrer Mitteilung.

Deutliches Ergebnis

„Zu Ihrer Wahl gratuliere ich Ihnen sehr herzlich. Das deutliche Ergebnis ist ein eindrucksvoller Beweis für Ihre bisherige Arbeit und Ihr Engagement als stellvertretender Bürgermeister“, erklärt Stöcker. „Für Ihre Amtszeit wünsche ich Ihnen viel Erfolg, Tatkraft und stets eine glückliche Hand bei allen anstehenden Entscheidungen.“

Féron ist promovierter Historiker und der 36. Bürgermeister von Huningue, das mit Weil am Rhein seit dem Jahr 1962 eine enge, grenzüberschreitende Freundschaft pflegt. Diese offiziell besiegelte Partnerschaft ist eine der ältesten deutsch-französischen Städtepartnerschaften am Oberrhein. Besonders sichtbar wird diese Verbindung durch die Dreiländerbrücke, die Menschen und Kulturen dies- und jenseits des Rheins direkt zusammenbringt.

„Uns verbindet eine langjährige und gewachsene Freundschaft. Diese enge Verbundenheit ist ein wertvolles Fundament für weiterhin gute nachbarschaftliche und grenzüberschreitende Beziehungen“, macht Stöcker deutlich. Sie zeigt sich erfreut, die bewährte Zusammenarbeit fortzuführen und gemeinsam neue Impulse „für unsere beiden Gemeinden zu setzen“.

Tritt als Landrat an

Jean-Marc Deichtmann war zusätzlich zu seinem Amt als Bürgermeister von Huningue Präsident der Agglomeration Saint-Louis und damit so etwas wie der Landrat dieser Gebietskörperschaft.

Bei den anstehenden Wahlen wird er für dieses Amt erneut antreten. Bei der konstituierenden Sitzung des Hüninger Gemeinderats wurde Valérie Zakrzewski zudem zur ersten stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt in Huningue bekleidet. Dominique Bohly ist der zweite Stellvertreter.

Neue Bürgermeisterin

Neue Bürgermeisterin von Saint-Louis ist übrigens Stéphanie Gerteis.

Die 52-Jährige übernimmt damit die Amtsgeschäfte für Pascale Schmidiger, die ebenfalls nicht mehr zur Wahl angetreten war.