Frankreichs Präsident Emmanuel Macron muss künftig ohne absolute Mehrheit im Parlament regieren. Foto: AFP/Gonzalo Fuentes

Frankreichs Präsident verpasst bei den Parlamentswahlen die absolute Mehrheit deutlich. Linkenchef Jean-Luc Mélenchon und die Rechtspopulistin Marine Le Pen wollen ihn am Regieren hindern.

Bestürzung im Macron-Lager, Jubel bei der Linken und Chansons bei den Anhängern von Marine Le Pen: Die Verlierer und Sieger der französischen Parlamentswahlen waren am Sonntagabend unschwer zu erkennen. Macrons Allianz namens Ensemble wurden in ersten Hochrechnungen 210 bis 250 Sitze in der 577-köpfigen Nationalversammlung gutgeschrieben. Das wäre eindeutig zu wenig für die absolute Mehrheit, mit der die Macronisten in der ersten Amtszeit ab 2017 regiert hatten. Große Reformen wie etwa die der Renten scheinen damit fast aussichtslos. Die schärfsten Widersacher zur Rechten und zur Linken legten am Sonntag stark zu. Die „Neue ökologische und soziale Volksunion“ (Nupes) des Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon könnte auf 150 bis 180 Sitze kommen. Damit würde sie ihren Bestand fast verdreifachen. Die grüne Nupes-Vertreterin Sandrine Rousseau erklärte Macrons schwaches Resultat mit der „Arroganz der Macht“.

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