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Parkhotel Wehrle Triberger Traditionshaus schließt

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Die Betreiber des Parkhotels Wehrle haben entschieden: Der Hotelbetrieb geht nicht weiter. (Archivfoto) Foto: Börsig-Kienzler

Mit einem Paukenschlag überraschte die derzeitige Geschäftsführung des Parkhotels Wehrle in Triberg am Montag: Per Sozialen Medien gab sie die einschlagende Nachricht bekannt, dass der Hotelbetrieb zum 10. Januar 2021 eingestellt wird. Dieser Schritt stehe nicht in Verbindung mit der Corona-Situation, heißt es.

Triberg - Weit zurück in die Vergangenheit reichen die Anfänge des Parkhotels Wehrle am Marktplatz in Triberg. 1608 entstand das Haus unter dem Namen "Goldener Ochsen". Schon damals deutete das Wirtshausschild auf eine noble Herberge hin. Seit 1707 war das Haus im Besitz der Familie Wehrle. Als im 19. Jahrhundert die Schwarzwaldbahn mit ihren vielen Tunnels und Kehren erbaut wurde, profitierte Triberg vom beginnenden Tourismus. Familie Wehrle nannte ihren Gutshof nun "Hotel Wehrle zum Ochsen" und noch vor dem ersten Weltkrieg wurde daraus das "Parkhotel Wehrle".

Günther Möckesch investierte viel

Das Wehrle war schon immer das erste Haus am Platz. In den vergangenen Jahren erfand sich das Traditionshotel neu. Was einst ein Wirtshaus war, ist heute ein Gasthaus. Diese Unterscheidung ist den Betreibern wichtig, denn nicht der Wirt stehe im Mittelpunkt, sondern der Gast mit seinen Wünschen. Das Haus habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Annehmlichkeiten der traditionellen Hotellerie in die Gegenwart zu übertragen und daraus ein Hotel für die Zukunft zu machen. Historie als Erbe, verbunden mit modernen Ansprüchen, so sehe man sich.

Im Februar 2002 übernahm der heimische Investor Günther Möckesch das Traditionshaus und investierte große Summen in den Neubau des "Sanitas Spa".

Der klare Plan konnte nicht erfüllt werden

Im Oktober 2018 verkaufte er den Hotelkomplex an die Hotelgruppe Moon New Era, Geschäftsführer war dann Holger Hutmacher. Nur wenig mehr als zwei Jahre sind seither vergangen und nun kommt also das zumindest vorläufige Aus für das traditionsreiche Unternehmen.

"Diese Entscheidung steht nicht im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen. Vielmehr ist es so, dass wir als neue Gastgeber in diesem Traditionshotel vor gut zwei Jahren mit einem klaren Plan angetreten sind", betonte Hutmacher am Montagnachmittag auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. "Im Rahmen des Erwerbsprozesses und der Übernahme des Hotels gab es eine Menge an vertraglichen Zusagen, die jedoch letztlich nicht eingetreten sind. Die Voraussetzungen haben sich damit für uns so grundlegend geändert, dass wir uns entscheiden mussten, die Chance wahrzunehmen, das Hotel rückabzuwickeln."

Wie Hutmacher weiter gegenüber unserer Zeitung betont, hat sich "der neue und damit alte Eigentümer entschieden, den Hotelbetrieb nicht fortzuführen. Dies bedauern wir".

Hutmacher bedauert, aufgeben zu müssen

Der Dank Hutmachers gilt den begeisterten Gästen der beiden vergangen Jahre, den Partnern, Lieferanten und Unterstützern des Hauses und vor allem den Mitarbeitern, die zum Erfolg des Hotels beigetragen haben. Die Entscheidung zur Rückabwicklung habe mit dem Haus als solchem nichts zu tun. Hutmacher bedauerte im Gegenteil, das Haus aufgeben zu müssen, wie er am Montag mehrfach sagte.

Touristische Aufenthalte wohl nicht möglich

Der Hotelbetrieb läuft nach Angaben Schuhmachers noch bis zum 10. Januar 2021 "für notwendige Reisen und Geschäftsreisen wie gewohnt weiter." Man gehe leider davon aus, dass bis zu diesem Zeitpunkt jedoch keine touristischen Reisen und Aufenthalte aufgrund der bestehenden Verordnungen und Einschränkungen stattfinden können, so dass auch der SPA-Bereich und das Restaurant geschlossen bleiben müssen. "Wir kontaktieren betroffene Gäste mit Vorbuchungen in den nächsten Tagen. Selbstverständlich sind wir auch bis zum letzten Tag telefonisch für unsere Kunden erreichbar", ergänzt Hutmacher Die Mitarbeiter habe man, soweit möglich, in Schwesterhotels mit Arbeitsangeboten untergebracht oder versucht, an andere Hotels in der Umgebung zu vermitteln.

Der Geschäftsmann Günther Möckesch war am Montag bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht mehr erreichbar.

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