Gerodet ist das Gebiet schon eine ganze Weile, nun beginnen die weiteren Arbeiten an der geplanten Park-and-Ride-Anlage für die Hesse-Bahn in Heumaden. Ein Überblick über den aktuellen Stand.
Calw - Die Bäume, die einst auf dem Areal am Rande von Heumaden standen, mussten bereits im vergangenen Winter weichen. Deren Überreste sind ebenfalls schon entfernt worden, wie die Stadtwerke Calw auf Nachfrage unserer Zeitung bekanntgeben. Die restlichen Arbeiten des ersten Bauabschnitts – also Erdarbeiten, das Errichten einer Bohrpfahlwand, Spritzbeton- und Verankerungsarbeiten seien demnach im Juli ausgeschrieben worden. Begonnen haben sie laut Informationen der Stadtwerke vor rund einer Woche.
Im Zeitplan
Die Gewerke für den zweiten Bauabschnitt – Erd-, Kanal- und Straßenbauarbeiten, Tiefbau- und Rohrverlegearbeiten für die Wasserversorgung, Stahlbetonarbeiten, Stützmauern und Technikgebäude – seien ebenfalls bereits ausgeschrieben. Losgehen soll es hiermit im November, wie es in dem Antwortschreiben heißt.
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Die Ausschreibungen zum ersten Bauabschnitt seien erwartungsgemäß verlaufen, verrät Rainer Stotz von den Stadtwerken. "Die Arbeiten sind im Zeitplan."
Das Parkhaus wird zwischen dem Bahndamm und der Stuttgarter Straße errichtet. Die Zufahrt für Autos ist über die Breite Heerstraße und die Unterführung geplant, durch die die Stuttgarter Straße früher einmal verlief. Links dieser Unterführung, von der Bauknecht-Kreuzung aus gesehen, beginnt das Parkhaus und windet sich mit einer leichten Kurve in den Hang. In der Draufsicht erinnert die Form etwas an eine Ohrmuschel.
136 Autos sollen in der Anlage Platz finden. In einem zweiten Bauabschnitt könnten noch 22 weitere Stellplätze ergänzt werden, hieß es in einer Sitzung des Bau- und Umweltausschusses 2020. Der Baugrund sei schwierig, hatte die für die Projektsteuerung zuständige Beate Gerstenlauer damals ausgeführt. Der alte Bahndamm habe eine schlechte Stabilität. Um für das Parkhaus ein solides Fundament zu setzen, müssten Pfähle deshalb bis zu acht Meter tief in die Erde getrieben werden. Das Parkhaus soll rund dreieinhalb Millionen Euro kosten.