Mitglieder der SPD-Fraktion begutachten den Verkehr vor der Nagolder Postfiliale (von links): Anna Ohnweiler, Marina Ederle, Daniela Steinrode, Udo Vollmer, Dorit Adar, die Leiterin des Kuzu Marktes Resmiye Kuzu, Wolfgang Henne und Daniel Steinrode. Foto: Daniela Steinrode

Nagolds SPD will die Parkplatzsituation an der Postfiliale im Kuzu Markt verbessern. Nach einer Vor-Ort-Besichtigung folgte ein Antrag an den Gemeinderat.

Briefe verschicken, Pakte versenden und abholen oder Briefmarken für Postkarten kaufen – all dies sind wichtige Dienstleistungen der Post. Auch in einer zunehmend digitalisierten Zeit spielen sie eine wichtige Rolle und lassen sich nicht ersetzen. Die Schließung der Filiale der Deutschen Post in Nagold im vergangenen Jahr bedeutete einen großen Einschnitt in diesem Bereich.

 

Dass Bürger auch heute und in Zukunft diesen Service noch in Anspruch nehmen können, ist unter anderem dem Kuzu Markt in der Bahnhofstraße zu verdanken. Dort bietet Resmiye Kuzu mit ihren Mitarbeitern genau dieses Angebot an, was dort auch sehr gut angenommen wird.

Doch nun hatten sich nach Angaben der SPD Nagold „ viele dieser Kunden mit einem Anliegen an die SPD-Gemeinderatsfraktion“ gewandt. Sie bemängeln, dass es kaum oder nicht ausreichende Parkmöglichkeiten vor dem Kuzu Markt gebe. „Viele Menschen haben uns diesbezüglich angesprochen und wünschen sich eine kundenfreundlichere Lösung, weshalb wir uns selbst ein Bild vor Ort machen wollten“, erläuterte Gemeinderat Daniel Steinrode.

Kritik an der aktuellen Situation

Vorhandene städtische Parkplätze werden durch Blumenkübel blockiert. Diese seien erst in diesem Jahr aufgestellt worden, berichtet Resmiye Kuzu und bedauert diese Entscheidung der Stadt. „In der öffentlichen Tiefgarage zu parken und Pakete über weitere Wege schleppen zu müssen, erschwert den Gang zur Post sehr – besonders für ältere Menschen“, kritisierte Gemeinderätin Anna Ohnweiler die aktuelle Situation.

Die zweite Poststelle Nagolds im Kaufland sei dabei auch keine geeignete Alternative, da diese nur über begrenzte Lagerkapazitäten verfüge und oft keine Pakete mehr annehme, so dass die Menschen auf dieses Angebot in der Innenstadt angewiesen seien, informiert die SPD in ihrer Pressemitteilung. „Blumen verschönern zweifellos die Innenstadt, aber dies darf nicht auf Kosten der Menschen gehen, die ihre Alltagsgeschäfte erledigen möchten und müssen – zumal neben den Parkplätzen genügend Raum für die Blumenkübel vorhanden ist“, hebt Daniela Steinrode hervor.

Vorschlag: Kurzzeitparkplätze

Udo Vollmer schlug vor, drei Kurzzeitparkplätze vor dem Kuzu Markt einzurichten: „20 Minuten reichen in der Regel, um Postgeschäfte zu erledigen. Solche Parkplätze sind eine kundenfreundliche Möglichkeit und blockieren die Innenstadtparkplätze trotzdem nicht – ganz im Gegenteil zu Blumenkübeln.“

Daniel Steinrode unterstrich den Verlust der Attraktivität der Innenstadt durch den Verlust der früheren Postfiliale: „Wenn aber dieses Angebot durch die Familie Kuzu auch weiterhin aufrecht erhalten wird, dann müssen wir dies unterstützen und dürfen Dienstleistern unserer Stadt und unserer Bürger nicht weitere Steine in den Weg legen. Hier muss Abhilfe geschaffen werden.“

SPD stellt einen Antrag

Resmiye Kuzu befürwortet den Vorschlag, Kurzzeitparkplätze einzurichten: „Wir möchten auch weiterhin für unsere Kunden da sein und die Aufgaben der Post auch in Zukunft wahrnehmen.“

Die SPD-Fraktion hat nach ihrem Besuch des Kuzu Markt einen Antrag an den Gemeinderat gestellt und diesen bereits an den Oberbürgermeister geschickt mit folgendem Wortlaut: „Die SPD im Gemeinderat der Stadt Nagold beantragt, dass vor der Nagolder Post (Kuzu Markt), in der Bahnhofstraße 3, Kurzzeitparkplätze mit einer maximalen Parkdauer von 20 Minuten eingerichtet werden und die Blumenkübel auf den vorhandene Stellplätzen entfernt werden.“