Die Parkplatzsituation am Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald in Bad Rippoldsau-Schapbach soll neu geregelt werden – wenn die Finanzen es hergeben mit einem Parkhaus. Die Erweiterung des Parks um 23 Hektar hat sich jedoch erledigt.
Die Gesamterweiterung der angestrebten Hegefläche des Alternativen Wolf- und Bärenparks Schwarzwald zwischen Schapbach und Bad Rippoldsau ist vom Tisch. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag informierte Thomas Gfrörer vom gleichnamigen planenden Büro zur Sachlage. Vorgestellt wurde der deutlich reduzierte Geltungsbereich des aktuellen Planentwurfs.
Aufgrund der dynamischen Entwicklung des Parks hinsichtlich der Besucherzahlen und des Platzbedarfs zur Unterbringung von Tieren in artgerechter Form, sollte das gegenwärtig etwa zwölf Hektar große Gelände auf rund 35 Hektar erweitert werden. Ein Bereich sollte aus dem Bebauungsplan heraus- und zwei Teilbereiche hinzugenommen werden. Im Areal des ehemaligen Gasthofs Schmidsberg war ein Infozentrum anvisiert. Weiterhin sollte ein Radweg durch eins der Plangebiete verlaufen.
Unsichere Zukunftsplanung
Grob vereinfacht meldeten die Forstbehörden in ihrer Stellungnahme Bedenken zu dem Projekt an und sahen die Funktion des Waldes in mehreren Aspekten nicht mehr gegeben. Zu prüfen gewesen wäre unter anderem in einigen Erweiterungsbereichen die Notwendigkeit einer Waldumwandlungsgenehmigung.
Aufgrund der aktuellen Gegebenheiten und der laut Gfrörer noch sehr unsicheren Zukunftsplanung des Wolf- und Bärenparks, wurde deshalb der Geltungsbereich wieder reduziert. Der momentane Bedarf beschränkt sich auf zentral baulich genutzte Teilflächen. Dazu gehören das Kassenhäuschen, das Blockhaus, die Toiletten und das Lager/Bürogebäude. „Wir würden gerne in das weitere Verfahren gehen, damit die Erweiterung der Büro- und Sozialräume angegangen werden kann,“ so der Ingenieur.
Im gleichen Zuge wurden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Neuregelung der Parkplatzsituation im Eingangsbereich geschaffen, die unter anderem die Errichtung eines Parkhauses ermöglicht. Vorausgesetzt, das Geld ist da, schränkte Gfrörer ein.
Unterstützung für Projekt
Die verkehrsrechtliche Anbindung des Parkgeländes ist mit dem Regierungspräsidium abzustimmen. Die mittelfristige Lösung ist nach Ansicht des Ingenieurs ein Weg, um überhaupt voranzukommen.
Bürgermeister Bernhard Waidele merkte an, dass die Gemeinde froh sei, den Wolf- und Bärenpark Schwarzwald im Ort zu haben und auch der Gemeinderat signalisierte mit dem einstimmigen Votum für den sechsteiligen Beschluss volle Unterstützung für das Projekt.
„Wann ist die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes geplant?“, erkundigte sich Kurt Schmieder (CDU) nach der Zeitschiene der Umsetzung. Derzeit sei von 2025 auszugehen, meinte der Ingenieur – wenn der zweite Behördengang durchgeführt sei, sehe man weiter.
Der Gemeinderat stimmt zu
Beschluss
1. Das Verfahren zur Aufhebung einer Teilfläche des bisher gültigen Bebauungsplans Bärenpark Ost wird eingestellt. 2. Das als Regelverfahren begonnene Vorhaben wird mit einem reduzierten Geltungsbereich im beschleunigten Verfahren der Innenentwicklung weitergeführt. 3. Die Berücksichtigung der Stellungnahmen im Rahmen der öffentlichen Auslegung und der frühzeitigen Beteiligung der Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange. 4. Die Billigung des aktuellen Bebauungsplanentwurfs. 5. Die Billigung der örtlichen Bauvorschriften. 6. Die Beteiligung der Öffentlichkeit und Anhörung der Behörden und Träger öffentlicher Belange wird umgesetzt.