"Da geht schon was momentan", sagt Rainer Stotz von den Stadtwerken Calw. Er spricht vom künftigen "Park-and-Ride"-Parkhaus in Heumaden, das gerade "in der Mache" ist. Und tatsächlich: Selbst der Laie kann jeden Tag Fortschritte erkennen.
Calw-Heumaden - Das "Park-and-Ride"-Parkhaus in Heumaden wächst nun in die Höhe. Oder zumindest die Stützmauern, auf denen dereinst das Parkhaus stehen wird. Jetzt, erklärt Rainer Stotz von den Stadtwerken Calw auf Nachfrage unserer Redaktion, gehen die Hochbauarbeiten los. Also "das, was man sieht", macht er deutlich.
Gleichzeitig sind die Ausschreibungen für die Stahlbau-Arbeiten durch. Die Rückmeldungen seien gut gewesen, freut sich Stotz. Den Zuschlag bekomme ein Unternehmen aus der Gegend. Mit den entsprechenden Arbeiten soll es im September losgehen. Bis dahin werden insbesondere die Stützmauern die Bauarbeiter in Anspruch nehmen, aber auch "ein bisschen Straßenbau".
Wenn die Stahlbau-Arbeiten abgeschlossen sind, steht als nächstes der Trapezblech-Bau auf dem Plan. Das Dach des Parkhauses also, das – ähnlich wie Wellblech – eine unebene Struktur haben wird. Auf diesem Dach wird im kommenden Jahr dann eine Photovoltaik-Anlage errichtet.
Sechs Tage die Woche zugange
Im August oder September 2023 soll das gesamte Parkhaus fertig sein, meint Stotz. Pünktlich zur ersten Fahrt der Hermann-Hesse-Bahn, deren Passagiere in der "Park-and-Ride"-Anlage ihre Autos abstellen können.
Aktuell befindet sich der Bau des Parkhauses im Zeitplan, so Stotz. Auch dank des milden Winters. Abgesehen von der Weihnachtspause, von der er im Januar gesprochen hatte, habe es nur einen Tag gegeben, an dem aufgrund von Schnee nicht gearbeitet wurde. Ansonsten sei das zuständige Bauunternehmen sechs Tage die Woche zugange. Und das sieht man, befindet Stotz. "Da geht schon was momentan."
Was die Kosten betrifft, habe man bei den Ausschreibungs-Ergebnissen zum Gewerk Stahlbau aufatmen können. Das Angebot des Unternehmens, für das man sich schlussendlich entschieden habe, liege ziemlich genau im vorgesehenen Budget. Das, betont er, sei derzeit "nicht üblich".
Weniger optimistisch ist Stotz, wenn er an die bevorstehende Ausschreibung für das Trapezblech denkt. "Die Preise sehen übel aus", sagt er. Sie explodierten derzeit regelrecht. Die Marktlage sei bekanntlich derzeit schlecht. "Alles, was man nach oben baut, kostet mehr", bringt Stotz es auf den Punkt. Man müsse nun abwarten. Ursprünglich waren für den Bau des Parkhauses Kosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro kalkuliert. Dass es dabei nicht bleiben wird, wurde schon zum Jahresanfang klar. Auch damals hatte der Parkraumverwalter der Stadt Calw dies mit den Baupreissteigerungen am Markt begründet.