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Paracelsus-Therme Corona beschert Bad Liebenzell Millionen-Defizit

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Wegen des Teil-Lockdowns ist die Paracelsus-Therme in Bad Liebenzell schon wieder geschlossen. Dadurch wächst das Minus enorm. Foto: Krokauer

Wegen der Schließungen der Paracelsus-Therme in diesem Jahr häuft die Freizeit und Tourismus Bad Liebenzell GmbH 2020 ein Defizit von drei Millionen Euro an. Zu den Hintergründen lesen Sie mehr in unserem (SB+)-Artikel.

Bad Liebenzell - In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates von Bad Liebenzell hat Kämmerer Lucas Hansen die finanziellen Auswirkungen für den Haushalt der Kurstadt beleuchtet. Nach seinen Worten geht es "steil bergab". Hansen machte deutlich, dass die Stadt aus dem Kernhaushalt immer mehr Geld an die Freizeit und Tourismus Bad Liebenzell GmbH (FTBL) überweisen muss.

Die FTBL ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt. Ursprünglich sei ein Zuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro geplant gewesen, so Hansen. Inzwischen sehe es danach aus, dass die Stadt drei Millionen Euro an ihre Tochter überweisen müsse. Es sei unklar, wie es im nächsten Jahr weitergehe. Wegen des hohen Zuschusses an die FTBL weist der Kernhaushalt ein Defizit in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus. Ohne die aufgrund der Corona-Krise verhängten Schließungen der Paracelsus-Therme hätte die Kommune in ihrem Kernhaushaushalt sogar einen Überschuss erwirtschaftet.

Bei der Stadt selbst gebe es keine erheblichen Einbrüche, so Hansen.

Zurückhaltend äußerte sich der Kämmerer zu Forderungen nach einer niedrigeren Fremdenverkehrsabgabe. Er erinnerte daran, dass es sich dabei um eine "steuerähnliche Leistung" handele. "Ich brauche Ihre Unterstützung", bat Hansen angesichts der Situation um die Mithilfe der Stadträte. Er geht bei den Haushaltsberatungen von interessanten Diskussionen aus. Die Liquidität der FTBL werde die Stadt noch mehr beschäftigen. Dabei gehe es darum, wie es weitergehe, wenn der Verlust nicht ausgeglichen werden könne. Hansen stellte die Frage in den Raum, was die Kommunalaufsicht beim Landratsamt in dieser Lage zu tun gedenkt.

Bürgermeister spricht von einer "dramatischen Situation"

Es könne nicht darum gehen, nach den Buchstaben des Gesetzes zu handeln, so Hansen. Hier seien andere Schritte gefragt. Bürgermeister Dietmar Fischer sagte, dass in diesem Jahr die Liquidität permanent aufrechterhalten werden müsse. Er sprach von einer "äußerst kritischen Situation". Die Komplettschließungen der Therme in diesem Jahr bezeichnete er als "tragisch". Er zeigte sich aber davon überzeugt, dass die FTBL gestärkt aus der Krise hervorgehen werde. Der eingeschlagene Weg sei der richtige, so Fischer.

Sebastian Kopp, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Liste (UL), sprach das Stabilisierungsprogramm des Landes in Höhe von 15 Millionen Euro für kommunale Thermen an. Zu den antragsberechtigten Einrichtungen zählt folglich auch die Paracelsus-Therme in Bad Liebenzell. Fischer versicherte, dass die Stadt einen entsprechenden Antrag stellen werde. Die Initiative zu diesem Programm sei vom Gemeindetag ausgegangen, sagte der Bürgermeister. Schließlich sei der Tourismus der von der Corona-Krise am stärksten betroffene Bereich. Mitarbeiter seien in Kurzarbeit. Das bedeute eine Herausforderung für jeden Einzelnen. Fischer bekräftigte, dass die Stadt viel investieren werde und dies direkt der Wirtschaft zugutekomme. Auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten sagte der Bürgermeister, dass die Stadt hofft, rund eine Million Euro aus den Hilfspaketen des Landes wegen der Corona-Krise zu bekommen.

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