Lokalmatadorin Anna-Lena Forster zählt zum Favoritenkreis beim Para-Ski-Weltcup auf dem Feldberg. Bei der Premiere im Vorjahr konnte sie einen Dreifach-Erfolg feiern. Foto: Tom Weller/DBS

Am Donnerstag und Freitag steigt der zweite Para-Ski-Weltcup auf dem Feldberg. Für Schirmherr Alexander Spitz geht es dabei um mehr als nur den reinen sportlichen Wettbewerb.

Wenn am Donnerstag und Freitag der zweite Para-Ski-Weltcup auf dem Feldberg stattfindet, erhofft sich Schirmherr Alexander Spitz einmal mehr genau das, was bei der ersten Auflage dieser Veranstaltung im vergangenen Jahr passierte: „Das Echo von allen Seiten war überwältigend. Solche Events für die Weltspitze sind uns sehr wichtig, weil sie eine Leuchtturm-Funktion erfüllen. Wir wollen Behinderten zeigen: Auch wenn man andere Wege gehen muss, können diese genauso schön – oder im Sport genauso erfolgreich – sein.“

 

Zehnmal Edelmetall

Spitz weiß besser als die meisten anderen, wovon er spricht. Im Alter von zehn Jahren erhielt er die Diagnose Knochenkrebs und verlor ein Bein. Doch seinen Traum von einer sportlichen Laufbahn gab er nicht auf. Als Skifahrer gewann er insgesamt zehn Medaillen bei den Paralympischen Spielen in Innsbruck (1984 und 1988), Albertville (1992) und Lillehammer (1994) – vier davon golden. „Ich war der erste deutsche Profi im Para-Skifahren. Das galt damals eigentlich als unmöglich“, erinnert sich der heute 57-Jährige.

Verwurzelt in der Heimat

Der in Menzenschwand geborene und aufgewachsene Spitz lebt zwar heutzutage nicht mehr im Schwarzwald, ist seiner Heimat aber stets verbunden geblieben. „Auch den Feldberg kenne ich gut. Ich habe früher oft selbst hier trainiert“, erzählt er. Dementsprechend lag es für den Ex-Athleten auf der Hand, seinen Teil dazu beizutragen, dass ein Weltcup in den Schwarzwald kommt. „Bundestrainer Justus Wolf war dabei auch eine treibende Kraft“, berichtet Spitz.

Die Premiere im vergangenen Jahr hätte kaum besser laufen können, wie der 57-Jährige stolz Revue passieren lässt: „Es war ein Riesenschritt für uns. Die Zuschauerresonanz war ordentlich, die Abläufe hochprofessionell, es gab erstmals eine Live-Übertragung per Livestream. Der Hang gilt als einer der schwierigsten überhaupt, also war auch die Qualität sehr hoch. Es war wirklich eine Top-Veranstaltung.“

Mehr als 60 Teilnehmer

Deshalb finden sich auch in diesem Jahr wieder mehr als 60 Teilnehmer auf dem Feldberg einfinden, um sich in drei verschiedenen Klassen – sitzend, stehend und sehbehindert – im Slalom zu messen. Alexander Spitz und seine Mitstreiter hoffen darauf, nach den beiden Wettkampftagen ihrem Ziel einen Schritt näher gekommen zu sein: „Wir wollen, dass es irgendwann keinen großen Unterschied mehr zum regulären Skisport gibt. Dass unser Sport viel professioneller geworden ist, sieht man an solchen Veranstaltungen. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber eben auch noch lange nicht da, wo wir sein wollen.“