Papst Franziskus ist tot: Am Ostersonntag spendete er in Rom noch einmal den Segen „Urbi et Orbi“. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa

Dekan Pater Augusty und Dekanatsreferent Achim Wicker nehmen Anteil am Tod von Papst Franziskus. Pastoralreferentin Ulrike Erath war Franziskus an Ostern noch mal ganz nah.

Nachdem Papst Franziskus am Ostersonntag in Rom noch den Segen „Urbi et Orbi“ gespendet hatte, wurde einen Tag später aus dem Vatikan bekannt gegeben, dass das Oberhaupt der katholische Kirche im Alter von 88 Jahren gestorben ist. Die Nachricht löste weltweit Trauer bei den Gläubigen aus, auch beim Katholischen Dekanat in Balingen.

 

„Der Tod von Papst Franziskus trifft uns sehr“, äußerten sich Dekan Pater Augusty und Dekanatsreferent Achim Wicker. „Die katholische Kirche verliert mit ihm einen großen Papst, der sich nicht nur für die Erneuerung des Glaubens eingesetzt hat, sondern immer Partei ergriffen hat für die Benachteiligten, die Armen und Menschen im Krieg.“

Und weiter: „Besonders schätzen wir sein standhaftes Glaubenszeugnis, und dass er sich immer wieder zu aktuellen politischen Ereignissen, wie etwa dem Ukraine-Krieg äußert und dabei den Mächtigen der Welt ins Gewissen redet. Papst Franziskus steht für uns eindeutig auf der Seite der Angegriffenen und Unterdrückten, der Armen und Schwachen.“

Pastoralreferentin Ulrike Erath war an Ostern in Rom

Die katholische Kirche verliere mit ihm auch eine „große moralische Instanz, die in der heutigen Welt und Zeit sehr wichtig war und von den Mächtigen der Welt auch gehört wurde“, so Augusty und Wicker.

Dem Papst ganz nah war am Ostersonntag Pastoralreferentin Ulrike Erath, die auf dem Petersplatz von Papst Franziskus den Segen Urbi et Orbi empfangen hatte. Wicker gab ihre Eindrücke vom letzten Auftritt des Papstes weiter.

„Sie berichtete, dass es nochmals ein großes Erlebnis war, den Papst zu sehen, dass aber auch sichtbar war, dass er mit letzter Kraft am gestrigen Tag noch den Segen spenden und bei den Menschen sein wollte. Sie war völlig beeindruckt, dass er am Ende der Messe mit dem Papamobil durch die Menge fuhr und nochmals viele Kinder gesegnet hat, obwohl er so schwach und gezeichnet war. Sie hatte den Eindruck, dass damit seine Mission und sein Leben erfüllt war.“

Achim Wicker (links) und Pater Augusty Foto: Eyckeler

Im Todesfall des Papstes seien die Regelungen in ganz Deutschland und in der ganzen Diözese Rottenburg-Stuttgart gleich, teilte uns Wicker bereits in einem Gespräch vor wenigen Wochen mit: Wie immer beim Tode eines amtierenden Papstes gebe es dann entsprechende Vorgaben und Empfehlungen seitens der Bischofskonferenz und der Diözese.

In einer Pressemitteilung hat sich auch Bischof Klaus Krämer an die Gläubigen gewandt. „In den zwölf Jahren seines Pontifikats hat Papst Franziskus starke Akzente gesetzt, die noch lange weiterwirken werden“, würdigt Bischof Krämer das Schaffen des Verstorbenen.

Papst war schon länger gesundheitlich angeschlagen

Vom ersten Tag an habe Franziskus so einen neuen Stil in der konkreten Ausübung des Papstamtes geprägt. Vor allem seine persönliche Bescheidenheit und menschliche Nahbarkeit habe viele Menschen sehr beeindruckt, heißt es in der Mitteilung.

Der verstorbene Papst wurde am 17. Dezember 1936 als Jorge Mario Bergoglio in Buenos Aires geboren. Er war der erste Papst aus Lateinamerika und zugleich der erste Jesuit auf dem Heiligen Stuhl. Seine Papstwahl erfolgte im Alter von 76 Jahren am 13. März 2013.

Franziskus war bereits seit Längerem gesundheitlich schwer angeschlagen. Wegen einer Lungenentzündung hatte er im Frühjahr 38 Tage im Krankenhaus gelegen. Zuletzt hielt er sich wieder in seiner Residenz im Vatikan auf.