Enntäuschte Panthers-Spiel. In Trier setzte es für das Schwenninger Team die zweite Niederlage in Folge Foto: Kienzler

In der ProA haben die wiha Panthers Schwenningen bei den Gladiators Trier beim 77:91 vor 1398 Zuschauern ihre zweite Niederlage in Folge kassiert. Ein sehr starkes zweites Viertel war für die Schwenninger natürlich viel zu wenig.

Panthers-Coach Alen Velcic zog Bilanz nach dieser englischen Woche: "Zwei Niederlagen am Stück fühlen sich nicht gut an, aber es herrscht bei uns keine Weltuntergangsstimmung. Wir müssen aus den beiden Niederlagen die richtigen Schlüsse ziehen und blicken nach vorne."

Bei den Panthers war es an diesem Samstagabend auch ein Problem, dass die Trierer den bisher in dieser Saison überragenden Point Guard David Cohn (nur 6 Punkte und 6 Assists) – mitentscheidend – aus dem Spiel nahmen. Dazu hatten die Moselaner mit 51:21 gewonnenen Rebound-Duellen die absolute Vorherrschaft unter den Körben. Unfassbar waren in dieser Partie dass sich beide Teams 24 (Trier) und 23 (Schwenningen) Turnovers leisteten! Bester Scorer bei den Gästen war Raiquan Clark mit 23 Punkten.

Die Panthers mussten an der Mosel doch noch auf den am Knie verletzten Center Quattarius Wilson verzichten. In der Starting-Five standen David Cohn, Justin Pierce, Chris Frazier, Raiquan Clark und Center Till Isemann. Die Gladiators um ihren Trainer Marco van den Berg konnten aufgrund einiger Ausfälle nur auf eine kleine Rotation setzten.

Viel in Trier vorgenommen

Nach der 55:99-Heimniederlage am Mittwoch gegen die Artland Dragons hatten sich die Schwenninger sehr viel für die Partie in Trier vorgenommen.

Doch dieses Unterfangen ging erst einmal völlig daneben. Denn exakt so wie gegen die Dragons absolvierten die Neckarstädter auch gegen Trier ein erstes Viertel zum Wegschmeissen. Erneut waren die Panthers in der Defense indisponiert, hatten individuell Probleme bei der "Übergabe" und bei der Feinabstimmung. Die Folge: Die Gäste lagen nach zehn Minuten über einen 6:15-Rückstand und einem 10:26 mit 13:32 zurück. Die Gastgeber verzeichneten bis dahin zum Beispiel eine starke Zweierquote von 78 Prozent, zeigten sich in ihrer Offense sehr variabel – mit guten Laufwegen auch ohne Ball. Die Gäste leisteten sich im ersten Viertel schon sechs Turnovers und lagen auch deshalb fast schon wieder hoffnungslos zurück. Doch es kam erst einmal anders.

Panthers-Coach Alen Velcic war in dieser ersten Phase sehr laut und kritisch gewesen, aber er änderte dies im weiteren Verlauf der Partie. Top war im zweiten Abschnitt, wie er sein Team an der Linie positiv sehr nach vorne pushte. Und Velcic hatte nach den ersten zehn Minuten das Trierer Spiel absolut ausgelesen und veränderte die Defense-Taktik seines Teams erfolgreich.

Sehr starker zweiter Abschnitt

Die Schwenninger kamen im zweiten Viertel wie verwandelt zurück ins Spiel, legten unglaubliche zehn Minuten hin – unter anderem mit einem 15:0-Lauf. Zwei Spieler liefen in dieser Phase bei Schwenningen richtig "heiß". Dies waren Raiquan Clark (17 Punkte bis zur Pause) und Justin Pierce (14). Der zweite Abschnitt ging mit 42:29 an die Raubkatzen. Die Trierer hatten zwischenzeitlich völlig den Faden verloren – die Partie war beim Pausenstand mit 48:42 für die Gladiators absolut offen.

Gastgeber zeigen eine ihrer besten Saisonleistungen

Aber das Blatt wendete sich im dritten Abschnitt wieder. Trier war hochkonzentriert von der Pausenerfrischung gekommen, setzte mit einem 9:0-Lauf gleich nach Wiederbeginn das nächste Ausrufezeichen, verteidigten nun besser gegen Clark und Price, während dem Velcic-Team in den ersten fünfeinhalb Minuten des dritten Viertels nur drei Punkte gelangen. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Hausherren wieder mit 59:45 vorne. Vor dem Schlussviertel führte Trier mit 71:54. In diesem brannte für die Hausherren nichts mehr an. Trier belohnte sich für eine ihrer bisher besten Saisonleistungen mit einem Heimsieg.

Vor dem Top-Heimspiel am kommenden Samstag gegen Jena wartet nun viel Arbeit auf das Schwenninger Team.