Schwenningens neuer Center Till Isemann steht nach dreiwöchiger Verletzungszeit in Vechta vor seiner Saisonpremiere und soll auch noch für mehr Effektivität unter beiden Körben sorgen. Foto: Michael Kienzler

Basketball: Zu Gast bei RASTA Vechta / Debüt von Till Isemann dürfte sich auf Rebounding-Quote auswirken

ProA-Liga: RASTA Vechta – wiha Panthers (Samstag, 19.30 Uhr). Mit viel Selbstvertrauen reisen die Panthers zum Bundesliga-Absteiger nach Vechta. Es ist das erste Auswärtsspiel der Schwenninger in dieser Saison. Rund 3000 Zuschauer werden erwartet.

Mit viel Schwung

(mib/schu). Bei den wiha Panthers war die Stimmung – auch vor dem Hintergrund des 83:81-Sieges gegen Bremerhaven – in den vergangenen Tagen bestens. Das Spiel der Schwenninger gegen Bremerhaven prägten viele positive Dinge: Der neue Point Guard David Cohn feierte ein beeindruckendes Debüt mit 12 Punkten und zehn Assists. Chris Frazier erzielte mit 19 Zählern sein bisher bestes Einzelresultat im orangefarbenen Trikot. Topscorer wurde erneut der explosive Raiquan Clark mit 21 Punkten. Mit diesem Schwung im Rücken haben die Panthers am Freitag ihre Reise nach Niedersachsen angetreten. "Wir machen keinen Ausflug nach Vechta, sondern wollen dort gewinnen", macht Panthers-Coach Alen Velcic eine klare Ansage.

Hinter den Erwartungen

Mit RASTA Vechta erwartet die Neckarstädter nun nach Bremerhaven das nächste vor der Saison hochgehandelte Team. Der letztjährige Bundesligaabsteiger stand 2019 noch im Bundesliga-Halbfinale gegen den FC Bayern München und war 2020 erstmals international in der Basketball Champions League vertreten. In der vergangenen Saison stieg Vechta aber in die ProA ab.

Nachdem RASTA Vechta in der Vorbereitung nur einen Sieg feiern konnte, blieb die Mannschaft von Trainer Derrick Allen auch in den ersten beiden Saisonspielen hinter den Erwartungen zurück. Bei den Niederlagen gegen Rostock (54:68) und Hagen (57:83) erzielte Vechta jeweils weniger als 60 Punkte. Die offensive Ladehemmung macht sich auch in den Statistiken bemerkbar: Mit 34,8-prozentiger Trefferquote sind die Niedersachsen aktuell in diesem Bereich abgeschlagenes Schlusslicht der Liga. Nach der Verletzung von Spielmacher Carlos Medlock (Fingerbruch) wollen die Rastaner nun möglichst schnell einen neuen Point Guard verpflichten, der vielleicht schon in der Partie gegen Schwenningen zum Einsatz kommen könnte.

Bei den wiha Panthers hat sich die Personallage weiter entspannt. Die Doppelstädter treten bereits am Freitag in voller Besetzung die Fahrt über 700 Kilometer an. Die zuletzt mit Fußverletzungen aussetzenden Till Isemann (Center) und Luka Dolman (Point Guard) stehen den Panthers dann voraussichtlich wieder zur Verfügung.

Isemann vorm Debüt

Stichwort "Till Isemann": Alen Velcic ist sich sicher, dass sich die Rebounding-Quote, die gegen Bremerhaven aus Schwenninger Sicht mit 24:38 noch unzureichend war, mit der Rückkehr des Centers verbessern wird. Till Isemann kann es nach seiner dreiwöchigen Verletzungspause kaum erwarten, endlich für sein neues Team um Punkte zu spielen. "Das Zuschauen tut weh. Ich freue mich auf die Rückkehr aufs Feld", verriet der gebürtige Oldenburger bereits im Heimspiel gegen Hagen. Die Panthers fahren selbstbewusst in den hohen Norden: "Mit dem Sieg gegen Bremerhaven haben wir viel Selbstvertrauen getankt", betont Coach Alen Velcic. "Rasta hat sich seinen Saisonstart sicher anders vorgestellt und steht nun schon etwas unter Druck vor eigenem Publikum. Es wird für uns wichtig sein, Vechta nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Dafür haben wir uns einige Sachen einfallen lassen", freut sich Alen Velcic auf den Vergleich mit einem der Top-Titelfavoriten, der zunehmend immer mehr unter Erfolgsdruck steht. Rund 3000 Zuschauer werden im RASTA Dome erwartet.