Nkosi Wright erzielt bislang im Panthers-Dress satte 22,8 Punkte pro Partie. Foto: Roger Müller

Der Einstand von Neuzugang Nkosi Wright bei den Black Forest Panthers hätte kaum besser verlaufen können. In allen vier Spielen war der 31-jährige Kanadier Top-Scorer seines Teams.

26 Punkte gegen Mainz, 20 gegen Söflingen, 24 gegen Karlsruhe und 21 gegen Saarlouis – in seinen ersten vier Pflichtspielen für die Black Forest Panthers war Neuzugang Nkosi Wright jedes Mal der Top-Scorer seines Teams. Mit durchschnittlich 22,8 Punkten pro Abend ist der neue Schwenninger Guard sogar der beste Punktesammler der noch jungen Regionalliga-Saison. Der 31-Jährige hätte also seinen Anspruch, zu einer der tragenden Säulen des Teams zu werden, in den ersten Wochen kaum deutlicher unterstreichen können.

 

In die Top-Scorer-Rolle hineingewachsen

„Nicht unbedingt“, antwortet Wright auf die Frage, ob es schon vor der Saison der Plan war, dass er die Rolle des Top-Scorers einnimmt. Panthers-Headcoach Pascal Heinrichs bestätigt das: „Es macht mich gar nicht so glücklich, dass er jedes Mal so viele Punkte macht. Aber das haben eben die ersten Matchups so ergeben. Außerdem hat er sich super in die Mannschaft eingefügt und setzt das um, was wir von ihm wollen.“

Damit meint Heinrichs eine Mischung aus Kreativität am Ball und Aktionen abseits des Balles: „Gerade diese Catch-and-Shoot-Rolle füllt er bislang richtig gut aus“, so der Schwenninger Coach. Wright selbst fühlt sich im Offensivsystem der Panthers bis dato gut aufgehoben: „Ich agiere viel abseits des Balles, wenn zum Beispiel Paul (Isbetcherian, Anm. d. Red.) oder Keevin (Etienne) am Ball sind. Ich versuche aber auch, viel für mich selbst und meine Mitspieler zu kreieren.“ Selbstverständlich hat der Kanadier auch nichts dagegen, dass am Ende einer Partie sein Name ganz oben auf dem Spielberichtsbogen zu finden ist.

Wobei: Einen anderen Namen würde sich der 31-Jährige tatsächlich wünschen. „Ich nenne mich lieber Nkosi Kedar. Wright ist ein britischer Name, der aus den Zeiten der Kolonialisierung meiner Heimat in Jamaika stammt. Ich trage lieber meinen afrikanischen Namen“, erzählt der neue Schwenninger Aufbauspieler. In der Datenbank der Regionalliga ist er jedoch nur unter seinem vollen Namen zu finden: Kedar Salam Nkosi Wright.

Uni in Kanada und erste Profi-Schritte in Spanien

Der 1,91 Meter große Guard wuchs in Toronto auf und absolvierte seine College-Karriere zuerst an der University of British Columbia und danach an der Simon Fraser University. Dann folgte der Schritt in die spanische dritte Liga, wo er die vergangenen sechs Jahre bei verschiedenen Teams verbrachte. Und nun also Schwenningen: „Ich wollte einen Tapetenwechsel. Und die Gespräche mit den Jungs und Coach Pascal haben mich von Anfang an überzeugt, hier spielen zu wollen.“

Heinrichs schwärmt von seinem neuen Schützling: „Er bringt sehr viel Erfahrung mit und hat sich perfekt an den europäischen Spielstil angepasst.“ Und auch zwischenmenschlich hat sich der 31-Jährige bei den Panthers schnell und gut integriert... glaubt sein Headcoach zumindest: „Was ich so mitkriege, hört er nicht auf zu reden. Ob das jetzt positiv oder negativ ist, müssen wir die Jungs fragen“, meint Heinrichs lachend.