Auch Panthers-Spielmacher David Cohn (rechts) ist momentan nicht hundertprozentig fit. In Trier konnte er deshalb kaum Akzente setzen. Foto: Eibner

In der ProA haben die wiha Panthers Schwenningen in Trier mit einem 77:91 ihre zweite Niederlage in Folge kassiert. Aber es gibt inzwischen eine große Erklärung. Das Team ist seit Tagen von einem Infekt geschwächt.

"Zwei Drittel unserer Mannschaft trägt seit einigen Tagen einen hartnäckigen Erkältungsvirus in sich. Aber wir haben keinen Corona-Fall", erklärte Panthers-Coach Alen Velcic am Sonntag. Die Ärzte der Spieler werden wohl Anfang der Woche nach einigen Untersuchungen eine genaue Diagnose stellen. "Wir wollen nicht nach Entschuldigungen für die zwei Niederlagen in Folge suchen, aber Fakt ist, dass ein Großteil des Teams im Moment einfach nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist und überwiegend Probleme bei den Atemwegen der betroffenen Spieler aufgetreten sind", erläutert es Alen Velcic weiter.

Auch David Cohn hat es erwischt

Zu den angeschlagenen Spielern zählt auch Spielmacher David Cohn, der in Trier – völlig ungewohnt – nicht zu seiner normalen Form fand. Dazu kommt, dass Chris Frazier am Samstag mit Schmerzen im Arm spielen musste. Er wird am Montag per Computer-Tomografie untersucht.

Unter diesen ganzen Gesichtspunkten wollte Alen Velcic nach der Niederlage in Trier auch nicht kritisch mit seinem Team umgehen. "Fakt ist, dass wir das erste Viertel (13:32) in der Defense verschlafen haben. Dann haben wir im zweiten Viertel einige Dinge in unserem Spiel verändert, haben vor allem am Trierer Umschaltspiel in dieser Phase angesetzt, was dazu führte, dass wir einen sehr starken zweiten Abschnitt gespielt haben. Mit dem Pausenstand von 42:48 war die Partie praktisch wieder auf Null gestellt", blickt der Schwenninger Trainer zurück.

Malik Kudic bester Schwenninger

Und er lobte dabei auch seinen Flügelspieler Malik Kudic, der mit knapp 25 Minuten insgesamt seinen bisher längsten Einsatz für die Panthers in dieser Saison verzeichnete. "Malik hat uns im zweiten Viertel mit einer starken Defensearbeit das Spiel gedreht. Er hat gezeigt, wie gut er ProA spielen kann."

Die Gäste hatten sich viel für die zweite Halbzeit vorgenommen, doch diese Vorsätze konnten sie in den ersten fünf Minuten des dritten Viertels nicht umnsetzen. Mit einem 9:0-Lauf setzten sich die Trierer vorentscheidend in dieser Phase ergebnismäßig wieder ab und führten vor dem Schlussabschnitt mit 59:45 schon etwas vorentscheidend.

"Wir hatten dann nicht mehr die Kraft – physisch wie mental – das Blatt noch einmal zu wenden", so Alen Velcic in seinem Fazit. "Es ist schade, dass uns dieser Infekt gerade in einer Saisonphase trifft, in der wir drauf und dran waren, uns in der Tabelle oben festzusetzen."

Der Trierer Coach Marco van den Berg lobte sein Team nach dem Heimerfolg. "Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Sieg. Mit sieben Profis und zwei Jugendakteuren gegen ein starkes Team wie Schwenningen zu gewinnen, ist eine Leistung, die uns zufrieden machen kann."