Diego Santos zieht trotz des bitteren Endes ein positives Saisonfazit. Der Panthers-Geschäftsführer spricht über den Vorfall in Karlsruhe, die Highlights und die Zukunft.
Bei Diego Santos, Geschäftsführer der Black Forest Panthers, sitzt der Schmerz über das Saisonaus der Schwenninger Basketballer noch tief. Dennoch haben ihn die vergangenen Monate stolz und glücklich gemacht, wie er im Gespräch verrät.
Herr Santos, zuallererst: Wie geht es Ihnen? Konnten Sie das Saisonaus Ihrer Panthers schon verarbeiten?
Ehrlich gesagt nicht, aber Schritt für Schritt wird es besser. Die Art und Weise war sehr hart und tut uns allen natürlich noch weh. Wir glauben, dass wir uns den Finaleinzug verdient haben und dort auch hätten gewinnen und aufsteigen können. Aber wir müssen nach vorne schauen! Zum einen wollen wir für unsere Zukunft daraus lernen. Und zum anderen wollen wir dafür sorgen, dass so etwas nicht noch einmal passiert – weder bei uns, noch bei anderen Vereinen.
Auch wenn es zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch schwer fällt: Was sind Ihre größten Highlights aus dieser Saison?
Das möchte ich auch noch einmal betonen: Auch wenn das Ausscheiden natürlich hart war, bin ich unglaublich glücklich und stolz auf das, was wir in dieser Saison geleistet haben! Ich bin allen Beteiligten unendlich dankbar für diese außergewöhnliche Saison. In gewisser Weise ist das letzte Saisonspiel mein größtes Highlight, obwohl es ein schlimmer Moment war. Die Tränen und Emotionen bei den Fans und allen Beteiligten zu sehen, hat mir gezeigt, dass wir eine Familie sind.
Stehen schon irgendwelche Entscheidungen für die kommende Saison fest?
Nein, dafür ist es noch zu früh. Wir wissen, dass Pascal Heinrichs weiterhin unser Headcoach sein wird – und darüber sind wir sehr froh! Aber über alles andere werden wir in den nächsten Monaten dann Klarheit bekommen. Unser Ziel ist es natürlich, möglichst viele Spieler zu halten, weiterhin auf die Unterstützung der Sponsoren bauen zu können und nächste Saison wieder anzugreifen. Ich habe es zu den Jungs auch gesagt: Wenn wir einfach mit demselben Team noch einmal antreten könnten, würde ich das machen. Aber das ist natürlich nicht realistisch.
Vieles steht also noch in den Sternen. Können Sie dennoch schon jetzt den Aufstieg als Saisonziel 2026/27 ausrufen?
Ja, definitiv! Vor zwei Jahren mussten wir uns erst noch finden. Letztes Jahr war es dann schon unser klares Ziel, in die Playoffs zu kommen. Aber jetzt wollen wir auf jeden Fall aufsteigen! Ich denke, wir haben bewiesen, dass Schwenningen ein attraktiver Standort für Basketball ist. Darauf wollen wir weiter aufbauen und nächste Saison dann das erreichen, was wir schon dieses Jahr sportlich verdient gehabt hätten.