Schwerstarbeit für die Panthers. Hier rennt sich David Cohn (rechts) gegen den Ex-Schwenninger Yasin Kolo fest. Foto: Kienzler

Nach vier Niederlagen in Folge konnten die Panthers Schwenningen in der ProA wieder den Hebel umlegen. Sie gewannen ihr Heimspiel am Samstagabend vor rund 150 Zuschauern gegen die Itzehoe Eagles mit 91:87.

Doch es war für die Panthers ein steiniger und mühsamer Weg, bis sie dieses wichtige Heimspiel auf ihrer Seite hatten. Erst nach einer Leistungssteigerung ab der Mitte des dritten Viertels kamen die Schwenninger Schritt für Schritt auf die Siegerstraße. ProA-Aufsteiger Itzehoe verkaufte sich teuer und hätte bei etwas mehr Glück in der Crunchtime auch den Sieg mit nach Schleswig-Holstein nehmen können.

Nur mit einer Achter-Rotation

Bei den Panthers musste kurzfristig Center Till Isemann noch einmal aus gesundheitlichen Gründen passen. Coach Alen Velcic musste lediglich mit einer Achter-Rotation auszukommen. Einige Spieler der Gastgeber waren dazu in der zweiten Halbzeit hoch foulbelastet.

In der Starting-Five der Schwenninger standen David Cohn, Raiquan Clark, Leon Hoppe, Quattarius Wilson und Malik Kudic.

Im ersten Viertel verzeichneten beide Teams gute und weniger gute Phasen. Einige Dreierwürfe gelangen den Schwenningern in dieser Phase nicht. Allerdings verzeichneten die Panthers – im Vergleich zu den vergangenen Spielen – wieder ein besseres Auftaktviertel. 19:19 hieß es leistungsgerecht nach den ersten zehn Minuten.

Panthers haben in der Offense Probleme

Im zweiten Viertel war klar zu sehen, dass beide Mannschaft aktuell nicht zu den besten Scoring-Teams in der ProA zählen. Die Führung wechselte auch hier laufend. In der 17. Minute waren allerdings die Eagles mit einem 10:0-Lauf auf 37:28 davon gezogen. Die Norddeutschen machten es in diesen Minuten in der Defense und in der Offense besser als die Panthers. Wenigstens konnte kurz vor der Pause Raiquan Clark mit einem Dreier den Halbzeitstand mit 37:43 etwas versöhnlich gestalten. Ein Blick auf die Statistik zu diesem Zeitpunkt: Gerade auch bei den Freiwürfen hatten die Gäste mit 82:50 Prozent Erfolgsquote klare Vorteile gegenüber dem Schwenninger Team.

Im dritten Viertel den Hebel umgelegt

In dritten Viertel führten die Norddeutschen sogar zwischenzeitlich mit zwölf Punkten, ließen in ihrer Offense den Ball gut laufen. Doch die Panthers arbeiteten sich nach dem 57:61-Zwischenstand (27:30 Minuten) wieder heran und lagen vor dem Schlussabschnitt nur noch mit 63:65 zurück. Alles war für einen sehr spannenden Schlussabschnitt vorbereitet.

Spannender geht am Ende ein Krimi nicht

Und so kam es auch. Es entwickelte sich ein Krimi. Mit einem Dreier glich David Cohn für die Panthers (70:70/31.) aus – und der Schwenninger Spielmacher legte auch gleich mit einem Zweier nach. Cohn, Clark und ebenso Leon Hoppe nahmen bei den Schwenningern nun die Verantwortung in die Hand. Mit einem Dreier schaffte Cohn 40 Sekunden vor dem Ende für die Panthers die 88:86-Führung. Beim Stand von 89:87 vergab Yasin Kolo für Itzehoe einen möglichen Zweier. Die Gastgeber mussten in den Schlusssekunden taktisch sehr akribisch vorgehen. Nach den beiden verwandelten Freiwürfen von Grant Sitton jubelten die Panthers. Bester Scorer im Schwenninger Team war Raiquan Clark.

Am Donnerstag erwartet die Panthers mit dem Auswärts-Derby in Tübingen der nächste heiße Tanz.