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Panoramastraße Horb Wird Familie doppelt ausgebeutet?

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Urban Bareis fühlt sich beim Thema Panoramastraßen-Sanierung auch vor dem Hintergrund seiner persönlichen Familiengeschichte von der Stadtverwaltung unfair behandelt. Foto: Lück

Horb - Die Empörung der Anwohner über die geplanten Erschließungsgebühren für den Ausbau der Panoramastraße ist riesig. Und das, was das Rathaus verlangt (ab 48 Euro/Quadratmeter) ist ihrer Meinung nach ungerecht. Deutlich werde das auch an seiner Familiengeschichte, sagt Urban Bareis.

Bareis wohnt in den Terrassenhäusern ziemlich am Ende der Panoramastraße. Er sagt: "Vor vier Jahren habe ich in Haus Nummer 70 eine Wohnung im Mehrparteienhaus erworben. Momentan veranschlagt die Stadt Horb den Anteil unserer Hausgemeinschaft auf 209.500 Euro. Das entspricht einem Quadratmeterpreis von über 84 Euro nur für die sogenannte Erschließung. Ein paar Meter weiter in Ihlingen, ebenfalls Hanglage mit Blick ins Neckartal, kostete ein ganzer Bauplatz 95 Euro pro Quadratmeter. 11 Euro Diskrepanz –­ mit dem kleinen Unterschied, dass die Käufer in Ihlingen Grund und Boden erwerben. Wir besitzen diesen Boden aber bereits und sollen im Nachhinein Erschließungskosten begleichen, für die man anderenorts ein unbebautes Grundstück kaufen kann!"

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Das empfindet Bareis als besonders ungerecht. Denn: Schon sein Großvater hat für den Ausbau der Panoramastraße richtig geschuftet.

Bareis: "Mein Großvater Richard war einer der Arbeiter, die zum ›freiwilligen‹ Arbeitsdienst einberufen wurden und sich mit schlechtesten Gerätschaften und niedrigster Bezahlung durch den Muschelkalk am steilen Schüttehang kämpfen mussten. Bereits damals haben Horber Bürger – auch mein Großvater Richard – einen enormen Einsatz für die Panoramastraße erbracht und diese quasi erschlossen – zum Vorteil der Stadt Horb!"

"Keine Rücksicht auf Bedürfnisse der Anwohner"

Bürgermeister Ralph Zimmermann hatte im Rahmen der Diskussion auch mit Gerechtigkeit argumentiert. Sein Argument: Ein höherer Eigenanteil des Rathauses, um die Erschließungsgebühren für die Anwohner der Panoramastraße zu senken, sei "unsolidarisch gegenüber dem Mieter im 14. Stock auf dem Hohenberg".

Doch nicht nur die persönliche Geschichte belastet Bareis besonders. Der Eigentümer: "Dass bei der Planung der Straße keine Rücksicht auf Bedürfnisse der Anwohner genommen wird, zeigt sich unter anderem an den geplanten Parkplätzen vor unserem Grundstück. Bisher stehen dort zwölf Parkplätze zur Verfügung, welche schon heute hauptsächlich durch Berufspendler der städtischen Ämter blockiert werden. Nach der Erneuerung hingegen werden sich dort noch ganze vier Parkplätze befinden. Wir als Anwohner zahlen die Zeche und finden dann keinen Parkplatz, dies ist mehr als nur ärgerlich!"

Und noch ärgerlicher für Urban Bareis und seine Nachbarn: Eine Privatstraße führt nicht nur zu den Garagen ihrer Häuser. Sie ist auch der Durchgang für viele Bewohner, die auf den Schwanenbuckel Richtung Ihlinger Straße wollen. Sie ist auch der Durchgang für viele Horber aus der Weststadt in Richtung Stadtzentrum. Auch die Fläche dieser Privatstraße wird Quadratmeter für Quadratmeter für die Erschließungsgebühren herangezogen. Obwohl die Eigentümer für den Erhalt dieser Straße privat zahlen müssen.

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Florian Ganswind

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