Wohin mit dem Atommüll? Dieser Frage wird im Karlsruher Instituts für Technologie nachgegangen. Jetzt gab es hier einen meldepflichtigen Vorfall. Foto: dpa

Im Karlsruher Instituts für Technologie wird zu Fragen der Atommüll-Lagerung geforscht. Jetzt ist es dort zu einem meldepflichtigen Vorfall gekommen. Das Umweltministerium gibt Emtwarnung, Umweltschützer sind empört.

Im Karlsruher Instituts für Technologie wird zu Fragen der Atommüll-Lagerung geforscht. Jetzt ist es dort zu einem meldepflichtigen Vorfall gekommen. Das Umweltministerium gibt Emtwarnung, Umweltschützer sind empört.

Karlsruhe - In einem Labor zur Erforschung der Atommüll-Lagerung ist es nach Reparaturarbeiten und starken Regenfällen zu einem meldepflichtigen Vorfall gekommen. Es habe keine Gefahr einer Freisetzung radioaktiver Stoffe bestanden, sagte eine Sprecherin des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am Mittwoch in Karlsruhe. Im Kontrollbereich habe es keinen Wassereinbruch gegeben.

Die sicherheitstechnische Bedeutung des Vorfalls sei gering, teilte das baden-württembergische Umweltministerium mit, forderte aber eine detaillierte Ereignisanalyse an. Nach Angaben des Ministeriums kam es am vergangenen Samstag bei Reparaturarbeiten am Dach des Instituts für Nukleare Entsorgung (INE) zu einem Schwelbrand, der von der Werksfeuerwehr schnell gelöscht wurde. Da das Dach daraufhin zunächst nur provisorisch abgedichtet wurde, kam es in der folgenden Nacht bei starkem Regen zu einem Wassereinbruch. Der dadurch verursachte Kurzschluss führte zu einem Ausfall der Lüftungsanlage.

Der Zwischenfall in dem Institut im KIT-Campus Nord sei ein Hinweis auf „schwere Sicherheitsmängel“, kritisierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Das Sicherheitsniveau der Atomlabors am KIT bewegt sich offenbar eher im Bereich einer Wellblechhütte“, sagte der Regionalgeschäftsführer des BUND Mittlerer Oberrhein, Hartmut Weinrebe. Die KIT-Sprecherin wies diese Vorwürfe zurück.

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