Experten untersuchten das Gewebe der toten Wildsau. Foto: ©Piotr Krzeslak - stock.adobe.com

Ein Wildschwein verirrte sich auf einen Spielplatz in Monakam. Es gab große Aufregung. Auf Anordnung der Polizei wurde das Tier erlegt. Das Gewebe der Sau ist untersucht worden.

Ein etwa 35 Kilogramm schweres männliches Wildschwein rannte am Nachmittag des 6. März panisch im Bad Liebenzeller Stadtteil Monakam herum.

 

Schließlich landete es auf dem städtischen Spielplatz hinter dem Feuerwehrhaus.

Über eine Rampe gelangte der einjährige Keiler vom Nachbargrundstück auf das Gelände. Mütter ergriffen mit ihren Kindern durch ein offenes Tor des Spielplatzes die Flucht und schlossen es. Sie verhinderten dadurch, dass Schlimmeres passierte.

Der Spielplatz ist wieder offen. Foto: Beatrice Gottschalk

Das Schwein saß in der Falle. Es suchte einen Ausweg, rannte panisch hin und her gegen alle möglichen Hindernisse – unter anderem gegen eine weiße Wand des Feuerwehrhauses, das an den Spielplatz angrenzt.

Das Tier blutete, berichtete der hinzugeholte zuständige Jagdpächter. Es war im Panikmodus. Die alarmierte Polizei erteilte dem Jagdpächter den Auftrag, den Keiler zu erlegen. „Er hat mir echt leid getan“, so der Jagdpächter gegenüber unserer Redaktion.

Normales Verhalten

Dieser betonte, dass das Verhalten des Tieres in der Situation normal gewesen sei. Es habe Todesangst gehabt.

Das Landratsamt Calw untersuchte das Gewebe des Tieres. Dort gibt es einen Fachbereich Veterinärwesen. „Die veranlassten Untersuchungen sind mit unauffälligem Ergebnis“, teilte dazu Mara Müssle, Pressesprecherin des Landratsamtes, auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Das Tier sei nach jetzigem Wissenstand folglich gesund gewesen, sagte der zuständige Jagdpächter gegenüber unserer Redaktion.

Trotzdem war der städtische Spielplatz in Monakam einige Zeit gesperrt. So wurden die Verunreinigungen, verursacht durch das Blut des Schweines, beseitigt. Diese seien nicht zu unterschätzen, teilte Sandra Fleige, Pressesprecherin der Stadt Bad Liebenzell, gegenüber unserer Redaktion nach Rücksprache mit dem Bauhof mit.

Die hintere Fassade am Feuerwehrhaus ist wieder sauber. Foto: Beatrice Gottschalk

Sie verwies unter anderem auf die Verunreinigungen an der Fassade des Feuerwehrhauses. Auch der Sand müsse teilweise ausgetauscht werden.

Der Spielplatz ist wieder freigegeben

Inzwischen ist der Spielplatz in Monakam wieder geöffnet, bestätigte Fleige gegenüber unserer Redaktion. Monakams Ortsvorsteherin Beatrice Gottschalk ist froh, dass dies der Fall ist.

Der Ortschaftsrat bedanke sich bei allen beteiligten Personen und Institutionen, die dafür gesorgt hätten, „dass der Spielplatz wieder geöffnet werden konnte“, so Gottschalk.

Aus der Sichtlinie des Tieres verschwinden

Wie sollen sich Betroffene grundsätzlich verhalten, wenn ein Tier im Panikmodus auf sie zukommt? Am besten sei es dann, aus der Sichtlinie zu gehen, so der Tipp des zuständigen Jagdpächters, der nach Monakam gerufen worden war. Hilfreich sei ein Hindernis, hinter dem sich Betroffene verstecken. Das könne ein Auto, ein Zaun oder ein Baum sein.