Der Backsteinbau in Sulz. Hier soll in Kürze ein sogenannter Impfstütztpunkt entstehen. (Archiv) Foto: Leader

Steigende Infektionszahlen trotz hoher Impfquote, 3- und 2G vielerorts und der Wunsch nach Sicherheit in der Pandemie erhöhen den Bedarf an Impfangeboten. In Sulz bekommen die ansässigen Hausärzte nun Unterstützung.

Sulz - Die Infektionszahlen kannten in den letzten Wochen nur den Weg nach oben, stiegen in Sphären, die es vor den Impfungen nicht gegeben hat. Viele Menschen verleitet das in letzter Sekunde dazu, kurzentschlossen noch einen Impftermin auszumachen. In Sulz soll daher nun ein Impfstützpunkt entstehen.

"Der Impfstützpunkt wird im Foyer der Stadthalle im Backsteinbau eingerichtet", erklärt Frank Börnard von der Stadtverwaltung. "Die Stadt Sulz hatte sich als Impfstützpunkt aktiv zur Verfügung gestellt und ist wegen der Umsetzung und Einrichtung mit dem Landkreis derzeit in der Abstimmung."

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Aktionen im Rathaus gut angenommen

Laut Börnard sei der Bedarf in Sulz definitiv vorhanden. "Impfungen erfolgen bei uns wie überwiegend im Landkreis bei Hausärzten und über das Impfzentrum in Rottweil und den umliegenden Impfzentren", erklärt Börnard. Erst kürzlich habe es zwei Impfaktionen im Rathaus gegeben, die beim zweiten Mal sehr gut aufgenommen worden sei. "Es gab eine lange Schlange und viele Interessenten, das hat gezeigt, dass der Bedarf sehr hoch", erläutert er. Beim der zweiten Immunisierungsaktion seien knapp 170 Dosen gespritzt worden, sagt Börnard. Wenn es nach ihm ginge, hätten es noch wesentlich mehr sein können. Doch das mobile Impfteam habe auch nur ein beschränktes Kontingent, erläutert er.

"Deshalb sind wir auch froh, dass bei uns nun der Impfstützpunkt entsteht", betont der Stadtmitarbeiter. Ideal findet er auch die Lage des neuen Impfstützpunkts. "Er ist direkt am Bahnhof, es gibt daher genug Parkmöglichkeiten und es ist zudem gut zu Fuß erreichbar", freut sich Börnard.

Location ist ideal angebunden

Auch Hermann Kopp, Erster Landesbeamte des Landkreises, ist zufrieden ob des zusätzlichen Angebots – denn zum 30. September war das Kreisimpfzentrum geschlossen worden. Der stationäre Impfstützpunkt in der Marienstraße in Rottweil werde nun um noch zwei weitere Stützpunkte in nördlicher und westlicher Raumschaft des Landkreises ergänzt – einer in Schramberg im ehemaligen Junghansareal und einer im Sulzer Backsteinbau, erklärt Kopp. "Von der Stadt Sulz wurde uns das Foyer zur Verfügung gestellt, was genug Platz bietet. Die Location ist hervorragend angebunden und gut zu erreichen."

Beide Stützpunkte sollen in Zukunft mit mobilen Impfteams angefahren werden. Nun ginge es, erklärt Kopp, erst einmal auch darum, Personal anzuwerben. "Unsere Zielsetzung ist, dass wir spätestens in zwei Wochen mit den ersten Impfungen anfangen können."

Aber auch die Aha-Regeln sollten von der Bevölkerung weiterhin strikt beachtet werden, wenn es nach Kopp geht. Die Bürger seien hier auch in der Eigenverantwortung. "Auch Geimpfte können sich infizieren, natürlich mit der Erwartung auf einen milderen Verlauf. Aber da liegt es in der Eigenverantwortung eines jeden, wie man sich schützt", betont er.