Mediziner Peter Hesselbach und die medizinische Fachangestellte Jennifer Nicola verabreichen einen Corona-Impfstoff an Erika Kaiser, Bewohnerin des Christoph-Blumhardt-Hauses in Königsfeld.Foto: Hübner Foto: Schwarzwälder Bote

Pandemie: 42 weitere Personen und Seniorenheimbewohner versorgt

Königsfeld. Bereits zum fünften Mal organisierte Tobias Weymann, Leiter des Christoph-Blumhardt-Hauses, einen Corona-Impftermin. Dieses Mal waren neben noch nicht geimpften Personen des Pflegeheims auch Bewohner des "Seniorenappartements Herrnhuter Haus" und der betreuten Seniorenwohnanlage "Haus Daheim" mit im Boot. Insgesamt 42 Impfungen waren angesetzt. "Eigentlich hätte man die auch schon beim ersten Mal impfen können", meinte Weymann. Dagegen stand aber die damals geltende Impfordnung.

Hohe Bereitschaft

Bisher laufe es mit den Impfungen "super". Es habe bei den Erstterminen eine ganz geringe Anzahl an Personen gegeben, die ein paar der typischen Probleme gehabt hätten, und das auch nur am ersten Tag nach der Impfung. "Den hohen Anteil an Administration hätte es aber nicht gebraucht, das macht alles etwas schleppend."

Allgemein sei die Impfbereitschaft sehr groß, ebenso aber die Skepsis gegenüber AstraZeneca. "Das wundert mich nicht. Die festgesetzte Altersgrenze ist so eine Sache." Weymann verweist auf eine große Verunsicherung bei Frauen, gerade dann, wenn eine Thrombose-Vorgeschichte bestehe. Es gebe bisher kein Recht, einen Impfstoff zu wählen, das sei eine ärztliche Entscheidung. Dabei herrsche eine große Verunsicherung, auch bei Pflegekräften.

Schwachstelle Besuche

Wie bei Impfungen künftig verfahren wird, sei noch nicht ganz klar. Möglicherweise werden die Impfteams mit zwei verschiedenen Stoffen anreisen. Dann werde es jedes Mal Diskussionen geben.

Was Lockerungen angehe, werde derzeit diskutiert, Geimpfte von Test- und Maskenpflicht zu befreien. Die einzig bisher erlaubte Erleichterung ist, dass Bewohner künftig wieder Personen aus zwei Haushalten pro Tag zeitlich versetzt als Besuch empfangen können. Bisher waren pro Tag nur Besucher aus einem Haushalt erlaubt.

Das sieht Weymann aber eher skeptisch. Er habe vollstes Verständnis dafür, dass Angehörige kommen wollten, Besuche seien aber eben eine Schwachstelle, versucht er, das Dilemma klarzumachen. "Wir können’s nur falsch machen."

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