Der Post-Container bleibt ein Diskussionsthema in Dietingen. (Archivfoto) Foto: Barth

Per Instagram-Post macht der Bürgermeister auf das Thema Post-Beschwerden aufmerksam. Wir fragen nach, wie die aktuelle Lage vor Ort ist.

Seit geraumer Zeit beschäftigen wiederkehrende Schwierigkeiten mit der Postversorgung die Gemeinde Dietingen.

 

Am Donnerstagmorgen griff Bürgermeister Felix Hezel das Thema in einer Instagram-Story auf. Dort teilte er die Titelseite der aktuellen Ausgabe des Schwarzwälder Boten mit der Überschrift „Post-Beschwerden erreichen Höchstwert“ und kommentierte diese mit den Worten: „Kann man in der @gemeinde-dietingen ein Lied davon singen“.

Der zugrundeliegende Artikel thematisierte, dass sich in Deutschland im Jahr 2025 so viele Verbraucher wie nie zuvor über die Post beschwert hatten. Da die Situation in Dietingen bereits mehrfach Thema im Gemeinderat war – zuletzt im Januar –, fragte unsere Redaktion bei Bürgermeister Felix Hezel nach, wie seine Aussage zu verstehen ist und wie sich die Lage aktuell darstellt.

Auf Instagram kommentierte Bürgermeister Felix Hezel das Post-Thema. Foto: Ulrich

Bei der Post habe die Story für Ärgernis und Verwunderung gesorgt, sagt Hezel. Er betont aber, dass seine Äußerung nicht als Angriff auf einzelne Unternehmen oder Personen gemeint gewesen sei. „Wie bekannt lautete die Überschrift ‚Post-Beschwerden erreichen Höchststand‘ und mein Kommentar hierzu ‚Kann man in der Gemeinde Dietingen ein Lied davon singen‘. Hiermit unterstrich ich die Tatsache, dass die Beschwerden, die bei uns als Gemeindeverwaltung ankamen, in der Vergangenheit diese These untermauern.“

Die Erklärung

Die Beschwerden aus Dietingen bezögen sich laut Hezel auf den Post-Container, der regelmäßig geschlossen sei. „Diese waren bekanntlich auch schon mehrmals Thema im Gemeinderat. Dies hat zur Folge, dass Pakete, die nicht zugestellt werden können, in Villingendorf oder Rottweil abgeholt werden müssen. Probleme mit der Zustellung sind der Gemeindeverwaltung nicht bekannt und waren mit dem Kommentar auch nicht angesprochen“, stellt der Bürgermeister klar.

Gleichzeitig verweist Hezel darauf, dass sich die Situation verbessert habe und sich die Schließzeiten des Containers in den vergangenen Monaten verringert hätten.

Der Handlungsspielraum der Gemeinde sei bei der Thematik jedoch begrenzt, wie Hezel betont. „Bei den Paketzustellern handelt es sich um Privatunternehmen, die sich im Falle der Deutschen Post, nicht mehr in staatlicher Hand befinden. Vereinzelt kommt aus der Bürgerschaft die Anregung, man solle die Filiale doch ins Rathaus integrieren. Im vorherigen Satz angebrachter Punkt und die Tatsachen, dass eine Post-Filiale sechs Tage die Woche geöffnet haben muss und im Rathaus hierfür kein Platz vorhanden ist, beantwortet diese Anregung.“

Ein möglicher Lichtblick

Dennoch gibt es Hoffnung auf eine langfristige Lösung. Nach Angaben des Bürgermeisters befinde sich die Gemeinde weiterhin im Austausch mit der Deutschen Post, die selbst nach einer dauerhaften Lösung suche: „Diese Suche war leider bisher nicht erfolgreich. Dieser rege Austausch gilt auch für die Suche nach einem Standort für eine automatisierte Packstation. Zusätzlich zur Standortsuche durch die Gemeinde, fand diese auch durch die Deutsche Post statt, welche sich auch in einem vielversprechenden Status beziehungsweise höchstwahrscheinlich kurz vor dem Abschluss befindet.“