Der Owinger Ortsvorsteher Karl-Heinz Binder band in seinem Rückblick auf das Jahr 2025 auch eine erfreuliche Neuigkeit für das Jahr 2026 ein.
Die positive Nachricht vorweg: In diesem Jahr soll die Sanierung des kirchlichen Kindergartens St.-Joseph-Anton beginnen. Für die mit rund 2,1 Millionen Euro Gesamtkosten im städtischen Haushalt veranschlagte Maßnahme hat Stadtkämmerer Tobias Wannenmacher im Haushaltsjahr 2026 die ersten 800 000 Euro eingeplant.
Laut Ortsvorsteher Karl-Heinz Binder soll das Bauprojekt mit Arbeiten am Dach starten, danach geht es an den Innenausbau des früheren Schwesternhauses, das links vom Neubau steht. Wenn dort die Umbauarbeiten fertig sind, werden diese im Erdgeschoss im Neubau vollzogen. Und zwar unter laufendem Kindergarten-Betrieb.
Damit sich Bauarbeiter, Handwerker, Kinder und Erzieherinnen nicht in die Quere kommen, wird der Kindergarten in dieser Zeit ins Obergeschoss des Gebäudes umziehen. Dann ist dort auch die notwendige Brandschutztreppe in Richtung Wohn-Schick-Parkplätze angebracht. Für die im Obergeschoss untergebrachten Proberäume von Musik- und Gesangverein wird derzeit nach Ausweichräumen gesucht.
Zweites Projekt Volksbank-Umbau
Auch ein zweites großes Projekt wird vorankommen: nämlich der weitere Ausbau der alten Volksbank zu einem Dorfgemeinschaftshaus mit Jugendhaus. Seit dem Richtfest am 13. Dezember haben dort zahlreiche freiwillige Helfer weitere Abbrucharbeiten vorgenommen und anschließend neue Wände hochgezogen. Ortsvorsteher Binder zeigte sich dankbar, dass die Bereitschaft zu Arbeitseinsätzen sowohl im Bürgerverein als auch aus der Bevölkerung nicht nachgelassen hat. Er hegt die Hoffnung, dass dieses Engagement bis zur Vollendung dieses Gemeinschaftswerks anhält.
Und was hat den Ortschaftsrat im Jahr 2025 alles bewegt? Wiederholt hat sich das Gremium mit der Friedhofsgestaltung beschäftigt. Dabei ging es um neue Arten von Bestattungsformen, wie die Erweiterung der Baumgraburnenanlage, die Aufstellung von Urnenstelen aus Granit und die Anlage eines neuen Wahlgraburnenfeldes. Letzteres umfasst insgesamt 72 Grabstellen und wurde durch den städtischen Bauhof im Herbst fertiggestellt.
Strom vom Flugdrachen
Tagesordnungspunkte waren zudem die Jagdverpachtung, die Übernahme von Patenschaften für die Pflege städtischer Blumen- und Pflanzbeete durch die Bürgerschaft und die Beurteilung verschiedener privater Baugesuche.
Intensiv befasst hat sich das Gremium mit der Erprobung einer Flugwindkraftanlage der Firma EnerKíte im Gewann „Lange Hirsch“. Der Lenkdrachen soll für das in Stetten beheimatete Salzbergwerk der Wacker Chemie AG Strom erzeugen. Einer Testphase von neun Monaten hatte der Ortschaftsrat Endes des vergangenen Jahres zugestimmt.
Mehrfach beschäftigte sich der Rat mit dem städtischen Gebäudekonzept 2030, in dem der Verkauf des Rathauses und des Zunfthauses vorgeschlagen wird. Dem Verkauf des Zunftheimes an den Narrenverein stimmte der Ortschaftsrat zu, eine Veräußerung des Rathauses lehnt er aber ab.
Wunsch: die Grundschule sanieren und erhalten
Bei den Haushaltswünschen für die kommenden Jahre steht auf der Prioritätenliste die Sanierung und damit der Erhalt der Grundschule ganz oben. Für die Erschließung weiterer Gewerbegrundstücke am Ortseingang sind die Weichen durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes „Wiesenstraße/Saure Wiesen“ gestellt.
Ortsvorsteher Karl-Heinz Binder dankte am Ende seines Rückblicks dem Owinger Ortschaftsrat für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in einem turbulenten Jahr. Diesen Dank gab die stellvertretende Ortsvorsteherin Gertrud Teller unter dem Beifall des Gremiums an Binder zurück und überreichte ihm einen Essensgutschein für sein Engagement.