An Ostern vereinten die Gottesdienste Auferstehung und Wiederbeginn mit der Hoffnung, dass es im Glauben auch aus scheinbar aussichtslosen Situationen immer einen Ausweg gibt.
Eine jener kirchlichen Veranstaltungen war der ökumenische Kantatengottesdienst am Ostermontag, den die evangelische Pfarrerin Brigitte Güntter und der katholische Pfarrer Thomas Schmollinger in der evangelischen Johanneskirche zelebrierten.
Ihr gemeinsames Wirken zog Dutzende von Gläubigen an und festigte die Ökumene in Schwenningen. Der Gottesdienst beeindruckte auch durch seine gute Laune und den Optimismus, den er angesichts der Freude über die Auferstehung von Jesu Christ und den damit verbundenen Wiederbeginn verbreitete.
Der evangelische Kirchenchor bereicherte mit dem Bach-Chor unter Leitung von Kantor Christof Wünsch den Gottesdienst mit der Choralkantate „Auferstanden, auferstanden.“ Diese hatte der deutsche Komponist Max Reger zu Beginn des vorherigen Jahrhunderts eigens für das Osterfest komponiert.
In der Choralkantate gaben die Chöre die hoffnungsfrohe Botschaft wieder, die vom Osterfest ausgeht. In acht Strophen unterteilt führte Kantor Wünsch wohl ganz im Sinne von Reger den Chor durch die unterschiedlichsten Phasen der zwischen Kreuzigung, Tod und der Auferstehung als Befreiung und Aufbruch zur Erneuerung und dem ewigen Leben.
Lautstark und triumphal
Dabei gelang es den Chören in den unterschiedlichen Tonlagen und der jeweils dazu passenden Lautstärke an der Auferstehung teilhaben zu lassen. So wählten sie ein deutlich vernehmbares Forte, um zu unterstreichen, dass das Lebendige lebt und kehrten wieder leise zurück in der Betrübnis des Todes, den das Lachen von Feinden begleitete. Von der lautstark und triumphal verkündeten Auferstehung kehrten sie mit leisen Tönen zum Geheimnis der Auferstehung zurück.
In Forte gab die Chorgemeinschaft auch die Schlussstrophe wieder und unterstrich nachhaltig, dass größer als alle Herausforderungen die Freude ist in der Auferstehung vom Tod befreit zu sein.
Die Gottesdienstbesucher kamen am Ostermontag nicht nur in den Genuss einer Zuversicht verströmenden und von Peter Hastedt an der Orgel begleiteten Choralkantate und einer von Optimismus geprägten Predigt.
Gegen Ende ließ Kantor Wünsch seiner Virtuosität am Klavier freien Lauf und erhielt hierfür reichlich Beifall, den er gerne an seine Chöre weitergab.