Der Osterweg der katholischen Kirchengemeinde Wiesental-Dreiländereck in Wiechs ist eröffnet.
Auf den Höhen des Dinkelberges auf dem Käferholzweg oberhalb von Wiechs ist seit Samstag der Osterweg eröffnet. Bereits mehrfach hatte sich dieser dort präsentiert, idyllisch auf einem der „Herrgottswinkel“ des Dinkelbergs gelegen und mit traumhafter Weitsicht. Allerdings empfiehlt es sich derzeit, Mütze und Schal beim Spaziergang zu tragen - der Wind pfeift hier ungehindert. Die Kirchengemeinde lädt zum Besuch des rund drei Kilometer langen Rundwegs mit seinen sieben Stationen ein, der den Weg Jesu von Palmsonntag bis zur Auferstehung darstellt. Jede der Stationen erzählt ein Stück der Ostergeschichte und wurde vom Familiengottesdienst-Team liebevoll gestaltet. Engagiert bei der Einrichtung des Weges, der sich zuletzt 2024 präsentierte, waren fünf Mitglieder des Teams, darunter Simone Lange. Hier schaut täglich ein Teammitglied nach dem Rechten.
Zeit um Inne zu halten
Die Stationen sind als „Mitmach-Stationen“ konzipiert. Team-Mitglied Simone Lange sagte im Pressegespräch: „Wir waren bemüht, die Stationen für groß und klein, aber auch so kindgerecht wie möglich darzustellen“. Ein Hinweisschild am Start des Rundwegs beim Holzschopf regt an: „Nehmt Euch die Zeit, um die Bilder anzuschauen, um Inne zu halten, zur Ruhe zu kommen, die Natur zu genießen und zum Austausch“.
An der ersten Station wartet auf die Spaziergänger das Aquarell „Jesus zieht in Jerusalem ein“ mit leicht verständlichem Text. Die Kirchengemeinde hatte die Bildnisse vor einigen Jahren beim Don-Bosco-Verlag erworben, diese werden für den Osterweg nun im dritten Jahr verwendet. Passenderweise wurde für die kleinen Besucher ein symbolischer „Esel-Stall“ eingerichtet, wo sich die Kleinen für die Wanderung einen „Esel-Stecken“ ausleihen können - und natürlich wieder zurückbringen - dürfen.
Die zweite Station gilt der Fußwaschung mit „Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße“. Vorbereitet sind ein Wasserkrug und ein Waschbecken. Weiter geht es auf dem bequem auch mit Kinderwagen zu benutzenden Spazierweg zur dritten Station , das symbolisch „Das letzte Abendmahl“ mit einem einladenden Tisch, hübschem Porzellan und Speisen darstellt. Der Gast wird hier eingeladen, am Tisch Platz zu nehmen, die Teller tragen negativ behaftete Aufschriften wie „Zweifel, Angst“, aber auch hoffnungsvolle Attribute wie „Vergebung, Gemeinschaft“. Es wird die Frage gestellt: „An welchen Platz würdest Du Dich setzen?“.
Die Stationen fünf und sechs gelten der Kreuzigung. Die letzte Station zeigt die frohe Osterbotschaft mit Darstellungen von „Jesus lebt“ als Zeichen der Auferstehung und des Lebens.
Texte als Impulse begreifen
Die Kirchengemeinde lädt ein, die Texte als Impulse zu begreifen und nachzudenken. Der sehenswerte Osterweg mit seinen Präsentationen ist noch bis 12. April geöffnet.