Fisch in allen Variationen, oder auch Lamm zählen zu den Lieblingsgerichten der Gastronomen. Foto: Siegmeier

Während Gäste genießen, arbeiten Gastronomen an Ostern. Doch was würden sie selbst essen? Rottweiler Köche verraten uns ihre persönlichen Wunsch-Menüs.

Während sich viele Familien auf leckeres Essen an den Osterfeiertagen freuen, und darauf, sich von der Gastronomie mal wieder ordentlich kulinarisch verwöhnen zu lassen, kommt das bei den Gastronomen selbst viel zu kurz. Denn freie Zeit bleibt vielen an den anstehenden Feiertagen kaum. Was aber bei ihnen auf den Tisch käme, wenn sie frei hätten, das haben uns einige von ihnen verraten.

 
Wilhelm Mayer Foto: Siegmeier

„Leider ist es ja so, dass wir an Ostern seit Jahren immer arbeiten“, sagt Pflug-Wirt Wilhelm Mayer. „Früher gab es nach dem Gottesdienst ein ausgiebiges Frühstück mit der ganzen Familie, bei dem zu einem fruchtigen Müsli, gekochten Eiern, Käse, frisch aufgebackenen Brezen, Weckle und mehr ein kalter saftiger Schinken frisch aufgeschnitten dazu gehörte“, erinnert er sich. Am Ende sei noch das Osterlamm „geschlachtet“ und mit Butter und selbst gemachter Marmelade verspeist worden.

Osterfest im Lockdown

Gerne erinnert er sich noch an das Osterfest während des Lockdowns – „gezwungenermaßen ohne Arbeit“. Da gab es vom Metzger des Vertrauens einen saftigen Osterschinken aus dem Backofen, der lange bei mäßiger Temperatur im eigenen Saft gegart hatte, dazu Pellkartoffeln und den ersten frischen badischen Spargel. Eine frisch aufgeschlagene Hollandaise habe das Ganze noch vollendet. „Ein frischer Blattsalat fein angemacht durfte auch nicht fehlen. Und das Osterlamm gab es dann am Nachmittag mit einer Tasse frisch gebrühtem Kaffee“, berichtet er in Erinnerungen schwelgend. In diesem Jahr freut er sich aber auf seine Gäste, die er kulinarisch verwöhnen darf.

Boris Kühn Foto: Siegmeier

Boris Kühn, Küchenchef in der Linde-Post in Zimmern-Horgen fällt auch sogleich ein leckeres Essen ein. Aber auch er darf an Ostern seine Gäste im Restaurant verwöhnen.

Wenn er frei hätte, gäbe es als Vorspeise „Leckeres vom Lachs oder Meeresfrüchten“, sagt er. Als Hauptgang würde er sich, „da es an Ostern kein Wild gibt“, über ein Gericht aus verschiedenen Teilen vom Lamm freuen, „dazu schönes frisches Gemüse und Rosmarin- Kartoffeln“, so Kühn weiter. Und als Dessert steht bei ihm eine Käseauswahl auf dem Programm.

Markus Bayer Foto: Siegmeier

Markus Bayer, Bären-Wirt aus Deißlingen, schwingt für sich privat den Kochlöffel nicht, wie er verrät.

Und wenn er nicht arbeiten und seine Gäste verwöhnen dürfte, dann würde er selbst die Gastronomie besuchen, oder die Zeit in seinen geliebten Bergen verbringen, berichtet er.

Tobias Maier Foto: Siegmeier

„Bei mir würde es ein geräuchertes Saiblingsfilet geben, mit etwas Salat“, sagt Tobias Maier von „Maiers Johanniterbad. Als Hauptgang steht geschmorte Lammhaxe mit Kartoffelgratin auf dem Speiseplan und als Dessert gibt es Espresso mit Zartbitterschokolade.

Pitt Lang Foto: Siegmeier

Forelle aus dem Lichtgraben ist beim Villingendorfer Krone-Wirt Pitt Lang, für Karfreitag angesagt. Zum Auftakt gibt es eine Schwäbische Kräuterflädlesuppe mit Bärlauch, dann die Forelle mit Buttermandeln zubereitet und dazu Salzkartoffeln. Als Dessert wählt er Apfelküchle mit Vanilleeis.