In Ringingen wird das Osterfeuer entzündet. Foto: sb

In Burladingen und seinen Teilgemeinden der Seelsorgeeinheit Burladingen-Jungingen haben zahlreiche Gläubige über die Osterfeiertage Messen und Andachten besucht.

Burladingen - Von Gründonnerstag bis Ostermontag fanden in Burladingen und seinen Teilgemeinden der Seelsorgeeinheit Burladingen-Jungingen Messen, Wort-Gottes-Feiern, Betstunden und Andachten statt. Am Gründonnerstag hielt Pfarrer im Ruhestand Gunter Storz in Salmendingen die Messe vom Letzten Abendmahl mit Betstunde. In Killer und Gauselfingen begannen die Osterfeierlichkeiten mit Wort-Gottes-Feiern, und in Ringingen stand Pfarrer Konrad Bueb der Messe vom Letzten Abendmahl vor. Anhand von Bildern von Sieger Köder machte er deutlich, dass die zwei Hochpunkte Abendmahl und Fußwaschung einander ergänzen.

Letztes Abendmahl

In Burladingen fand die Messe vom Letzten Abendmahl mit der Band fire und Priester Klaus Käfer statt, in Stetten gab es eine Betstunde. An Karfreitag stellte Pfarrer Bueb in Ringingen dar, dass das Kreuz im Mittelpunkt der Karfreitagsliturgie steht. "Wir enthüllen das Kreuz – wir enthüllen somit eine Wirklichkeit des Lebens, die wir manchmal am liebsten verhüllt lassen würden. Doch auf unserem Lebensweg begegnen wir immer wieder Krankheit, Arbeitslosigkeit, Kriegen, Unzufriedenheit, Schmerzen. Würden wir bewusst das Kreuz verhüllt lassen oder am Kreuz vorbeischauen, es würde uns auf unserem Lebensweg wieder einholen und in die Quere kommen."

Am Karfreitag-Nachmittag fanden die Feier vom Leiden und Sterben Christi in Burladingen, ein Gottesdienst in Stetten, eine Wort-Gottes-Feier in Gauselfingen, eine Kreuzwegandacht in Hörschwag, eine ökumenische Andacht in Hausen und in Salmendingen eine Andacht mit Kreuzverehrung statt.

Im Grab des Krieges

Die Feier der Osternacht zelebrierte Pfarrer Konrad Bueb mit dem Entzünden der Kerze. Jesus habe kurze Zeit im Grab verweilt. "Auch wir liegen hin und wieder im Grab. Menschen wie in der Ukraine, die von Krieg und Flucht betroffen sind, liegen im Grab des Krieges." Pfarrer Käfer, der in Burladingen die Osterfrühe zelebrieren sollte war erkrankt, die Wortgottesdienstleiter Michael Eisele und Annette Huber feierten einen Wortgottesdienst am Osterfeuer um fünf Uhr am Sonntag.

Menschen bauen auf Hoffnung

Den Ostersonntag beging Pfarrer Bueb in Hausen: "Die Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi musste und muss bis auf den heutigen Tag Hindernisse überwinden, bis sie sich durchsetzen konnte und bis heute kann."Am Ostermontag stellte Bueb in der Burladinger Fideliskirche fest: "Die Hoffnung stirbt zuletzt – darauf bauen auch Menschen in der Ukraine und anderen Kriegsgebieten der Welt." Und am Ende seiner Predigt: "Die Menschen des Alten Testaments würden uns zeigen, wie heilbringend und lebensstiftend es sein kann, sich von diesem Gott beschenken zu lassen. Das Prinzip Hoffnung lebt mit ihm und durch ihn."