Der Männergesangverein Wieden bei seinem Osterkonzert – mit Schauspieleinlage bei „Im Wagen vor mir“. Foto: Hartmut Schwäbl

Beim Konzert des Männergesangvereins Wieden gemeinsam mit dem Chor „Chorios“ gab es gleich zu Beginn eine Überraschung und die Sänger begeisterten auch mit Solos.

Der Auftakt begann mit einem bereits per Social Media sehr erfolgreich beworbenen Gag zum Konzert: Ein Ladog fährt vor die Halle. Zwei maskierte Männer, die sich als die Vorsitzenden-Doppelspitze Elias Asal und Achim Knobel entpuppen, tragen einen Mann mit Sack auf dem Kopf auf die Bühne, nehmen ihm den Sack ab und sagen. „Du singst jetzt mit“. Es ist Alexander Laile alias „Shorty“, einer der noch recht neuen Sänger.

 

Seit Jahren ist das Osterkonzert des Männergesangvereins Wieden, bei dem neben dem Männerchor auch der gemischte Chor Chorios auftritt und das mit einem Theaterstück abgeschlossen wird, eine Veranstaltung mit vielen Fans. Der von Dirigent Norbert Asal gelebte Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne, gepaart mit hohem musikalischen Anspruch an klangdynamisches, die Lieder lebendig machendes Singen, sorgte auch an diesem Ostersonntag wieder für Begeisterung beim randvoll die festlich geschmückte Gemeindehalle füllenden Publikum.

Tiefgang und musikalischer Sachverstand prägte die Ansagen von Berthold Klingele für den Männerchor und Christine Walleser für Chorios. Mit dem Udo-Jürgens-Stück „Griechischer Wein“ stimmte der Männerchor das Publikum in das Konzert ein. „Heute beginnt der Rest Deines Lebens“ - ebenfalls von Udo Jürgens - ist auch bekannt durch seine Klavierelemente und wurde daher ausdrucksstark von Sigrid Asal begleitet. Nach „Tränen lügen nicht“ schloss der Chor den ersten Konzertteil unter stimmungsvoller Akkordeonbegleitung durch Eckhard Büchele, den viele noch aus der Zäpflebrüder-Band-Zeit kennen, ab.

Sologesang begeistert

Chorios begann seinen Teil mit „Killing me softly“. In „A Million Dreams“ aus dem Film „The greatest Showman“ bereicherten Ramona Behringer (Alt) und Judith Wunderle (Sopran) das Stück mit für Gänsehaut sorgendem Sologesang, während Sigrid Asal am Klavier und Maria Asal mit der Geige begleitete. Sigrid Asal ist Leiterin der Musikschule Oberes Wiesental, verheiratet mit dem Dirigenten Norbert Asal und ermöglicht seit Jahren effiziente Chorios-Proben, da sie ebenfalls dirigiert, was gleichzeitig stattfindende Vorab-Proben von Frauen und Männern zulässt. Im Anschluss erzählte der aus demselben Film bekannte Song „Never enough“ vom Streben nach unerreichbarer Perfektion und Anerkennung.

Queen-Hit als Höhepunkt

Es folgte als besonderer Höhepunkt „Bohemian Rapsody“. Dieser von Freddy Mercury kreierte Welthit hatte aufgrund seiner musikalischen Genialität die Band Queen erstmals berühmt gemacht. Die Freude an der Musik stand dem offensichtlich auch aus Queen-Fans bestehenden Chor und der am Klavier begleitenden Sigrid Asal ins Gesicht geschrieben. Entsprechend groß waren die anschließenden Ovationen und Freudenrufe. Es folgte zum Abschluss als Hommage an die Musik „Thank you for the Music“. Mit dem Nena-Song „Wunder geschehn“ , der den bewegenden Hintergrund eines wegen einer schweren Behinderung früh verstorbenen Kindes der Sängerin hat, bekam das Publikum die geforderte Zugabe.

Mit Schauspieleinlage

Im nun wieder vom Männerchor gestalteten Programmteil sorgten die bekannten Schlager „Rote Lippen soll man küssen“ und aber „Dich gibt’s nur einmal für mich“ mit ans Publikum gerichteten Kusselementen für Heiterkeit. Danach folgte Drafi Deutschers Ohrwurm „Marmor, Stein und Eisen bricht“ mit seinen die Hauptmelodie begleitenden A-Kapella-Elementen und dem Solo-Duett von Johannes Behringer und Rainer Kimmig. Durch Oldtimerkulisse theatralisch wurde es im abschließenden Henry-Valentino-Hit „Im Wagen vor mir“ durch die Soloeinlagen der in Autos sitzenden, im 70er-Jahre-Look verkleideten Sänger Elias Asal und Hubert Behringer.

Im Anschluss noch Theater

Gemeinsam auftretend beendeten die beiden Chöre den musikalischen Teil des Abends mit „Schau auf die Welt“.

Nun konnte sich das Publikum auf „fast kriminelle“ Lustspiel von Peter Schwarz „Hubertus und Madame Fifi“ - erstmals unter Regie von Mona Deiß - freuen.