Diesen sehr bunten Straßenverkehr konnten die Kinder an Ostern in Empfingen erleben. Foto: Jürgen Baiker

Die Empfinger Osterkirmes war mit ihren Fahrgeschäften und dem US-Car-Treffen über Ostern ein Anziehungspunkt.

Das Kettenkarussell drehte sich, die Autoscooter flitzten über ihre Fahrbahn und nebenan parkten am Montag viele imposante Autos, von denen manch einer nur träumen konnte: Die Empfinger Osterkirmes bot von Samstag bis Montag drei Tage Vergnügen und etwas Spektakuläres zum Ansehen.

 

Die Schaustellerfamilie um Andreas Rappenecker konnte dem Publikum wieder einiges bieten, wenn auch in diesem Jahr unter nicht so einfachen Umständen. Laut Rappenecker waren die Kosten für die Veranstaltung gestiegen. Denn neben den Versicherungen muss auch Miete an die Gemeinde Empfingen abgeführt werden. Insgesamt, so Rappenecker, sei das „kaum mehr bezahlbar“. Außerdem schlugen dieses Jahr auch die hohen Spritkosten zu Buche, was sich beim Einsatz der Lkws besonders bemerkbar gemacht habe.

Immer ein beliebter Rummelplatz-Spaß: Autoscooter fahren. Foto: Jürgen Baiker

Allerlei Fahrgeschäfte

Immerhin, mit dem Wetter konnte Rappenecker dieses Jahr zufrieden sein. Allerhand an Fahrgeschäfte und Rummelplatz-Leckerein wurde angeboten, zum Beispiel Autoscooter, ein Kinderkarussell, Getränke und Speisen – wobei Zuckerwatte und Magenbrot nicht fehlen durften. Eine Schießbude, das altbekannte Karussell „Crazy Flyer“, ein Bungee-Trampolin, Dosenwerfen und vieles mehr lockten ebenfalls vergnügungslustiges Publikum an. Das Interesse der Besucher dieses Jahr aber „sehr bescheiden“ gewesen.

Das bunte Karussell gefällt den Kindern. Foto: Jürgen Baiker

Ein Glanzlicht war das US-Car-Treffen am Ostermontag. Dies war auch der Grund, warum Andreas Rappenecker den gesamten Festplatz gemietet hatte.

Lauter Motor ist Trumpf

500 bis 600 Autos amerikanischer Bauart waren im Rahmen des Treffens zu bewundern. Und das nicht nur im Ruhezustand, denn es war für die sehr vielen Besucher auch ein Augenweide, diese US-Cars an sich vorbeifahren zu sehen und auch dem Gebrumm der Motoren zu lauschen. Denn die Lautstärke wurde gemessen. Dabei geht es nicht darum, wer am leisesten ist, sondern wer am lautesten brummt.

Jürgen Hackstein und Yvonne Winter waren die Organisatoren vor Ort. Auf Facebook sind circa 7000 Cars registriert, so deren Informationen.

Auch Oldtimer aus den Vereinigten Staaten zogen Blicke auf sich. Foto: Jürgen Baiker

Die Beifahrer waren in der Regel Familienangehörige, Freunde und Bekannte – aber man ließ sich auch mal zu einem Scherz hinreißen und setzte ein Skelett auf den Sitz. Da mit konnte der Fahrer dann noch mehr Aufmerksamkeit auf seine imposante Karosse lenken.

Ein Blickfang: das Skelett als Beifahrer im US-Car. Foto: Jürgen Baiker

Zu sehen waren Chevrolets, Camaros, Jeeps, Ford Mustangs und viele weitere US-Autos, sowohl der älteren als auch der jüngeren Generation. Bei manchen von ihnen muss wohl der Tankwagen immer in erreichbarer Entfernung sein. 20 Liter Sprit und mehr pro hundert Kilometer sind Verbrauchswerte, die sich wohl nur Liebhaber leisten können – aber dem Spaß tut das keinen Abbruch. Zumal viele der Autos nur in der Freizeit zum gemächlichen „Cruisen“ gefahren werden.