Birte Meinhold tritt mit ihrer Band BIRD im Fellbacher Pop-Up-Restaurant „Supper Club“ auf. Foto: Yasmin Sara Ergen

Die Künstlerin tritt mit BIRD in einem besonderen Ambiente auf. Musikalisch ist das eine Hommage an starke Frauen.

Mit ihrem Lied „Vergessen“ machte die gebürtige Calwerin Birte Meinhold vor vier Jahren auf sich aufmerksam. Der Song über eine verlorene Liebe wurde auf der Plattform Spotify fast eine halbe Millionen mal abgespielt. Mittlerweile lebt die 35-Jährige in Ostelsheim. Sie ist selbstständig als Sängerin, Songwriterin und Rednerin. Ihr Fokus liegt momentan aber auf einem besonderen Projekt: BIRD.

 

Dabei handelt es sich um ein Bandprojekt, deren Frontfrau Meinhold ist. BIRD covert Lieder und spielt eigene Songs. „Wir covern die Sachen auf eine ganz eigene Weise“, erklärt sie. Eine Ballade sei auch mal schneller, bekomme zum Beispiel ein Schlagzeug-Intro. Dazu spielten sie auch Songs von Meinhold –unter anderem „Vergessen“.

Lieder von Adele, Shakira oder Lady Gaga

„Es geht um starke Frauen“, so Meinhold zum Repertoire von BIRD. Das aktuelle Programm trage deshalb den passenden Titel „Superwomen“. Die Band spielt Lieder von Adele, Shakira oder Lady Gaga. Von Letzterer hat sich BIRD „Always Remember Us This Way“ aus dem Film „A Star Is Born“ ausgesucht. „Alles auf höchstem Niveau“, so die Sängerin. Aber auch Lieder unbekannterer Künstlerinnen, wie „Lost Without You“ von der britischen Singer-Songwriterin Freya Ridings, hätten es ins Programm geschafft. „Das sind Herzenssongs von uns“, schwärmt Meinhold. Insgesamt sei es eine „gute Mischung“ mit eigenen Songs.

Entstanden sei BIRD vor drei Monaten. Gemeinsam mit Schlagzeuger Hendrik Zimdars sei die Idee entstanden. „Wir lieben eine ähnliche Richtung“, erklärt Meinhold. Zimdars kenne sie seit etwa fünf Jahren. Gemeinsam spielten sie auch in einer anderen Band namens „Romy“. Und er habe auch ihren Song „Vergessen“ produziert. Gitarrist Roman Spilek kennen beide ebenfalls von „Romy“. Er ist nun auch Teil von BIRD.

Komplettiert wird das neue Projekt von Ferdinand Bubeck am Cello, Patrick Winter am Piano und Jan Sinapius am Bass. Der Ottenbronner Sinapius steuert zudem seine Stimme bei. Und Meinhold sitzt manchmal selbst am Klavier. Geprobt habe die Band in Stuttgart, nachdem Zimdars die Songs arrangiert hatte. „Wir sind keine klassische Coverband“, so Meinhold mit Verweis auf die eigene Interpretationen der Lieder. „Das ist ein neues wundervolles Konzept“, findet sie.

Auftritt in alter Industriehalle

Ihr und Zimdars habe in den anderen Projekten die große Bühne gefehlt. Mit BIRD haben sie die nun wieder gefunden. Die Band tritt nämlich aktuell in einem besonderen Ambiente auf: Dem Fellbacher Pop-Up-Restaurant „Supper Club“, welches in einer alten Industriehalle beheimatet ist. Dort bekochen mit Philipp Kovacs und Florian Pentzlin die kreativen Köpfe des ehemaligen Zwei-Sterne-Restaurants Goldberg die Gäste. Zwischen den einzelnen Gängen spielen die Musiker. Zum Schluss gibt es dann einen längeren Auftritt.

„Die Location ist ein Traum“, findet Meinhold. Denn den ersten Auftritt hatte BIRD dort schon. „Es ist gut angekommen“, freut sie sich. Vom Publikum habe es nur positives Feedback gegeben. Und auch die Band liebe es dort. Aktuell seien im „Supper Club“ zwei weitere solche Events geplant, eines am 31. Januar und eines am 1. Februar. Dafür gebe es noch ein paar Restkarten. Und vielleicht gebe Zusatztermine für den „Konzertabend mit Drei-Gänge-Menü“, so Meinhold.

Vielleicht Solo-Album

BIRD wolle aber nicht nur dort auftreten, sondern auch auf den Kulturbühnen in der Region. Das Booking gehe jetzt los. Einen Auftritt beim Klostersommer könne sie sich vorstellen, meint sie augenzwinkernd. Ein anderes Vorhaben der Band ist da schon etwas weiter. Denn zu ihrer Version von Ridings’ „Lost Without You“ haben sie ein Video produziert, das bald veröffentlicht wird. Zudem stellen sie den Song auf Spotify.

Macht Birte Meinhold trotzdem mit ihrem Solo-Projekt weiter? „Geplant ist das nicht, aber auch nicht ausgeschlossen“, erzählt sie. Es kitzele sie schon in den Fingern. „Ich kann es aber nicht erzwingen“, meint sie. Eine komplette eigene Platte sei eine Art Fernziel. Ein paar Songs von ihr seien ja auch schon im Programm von BIRD. Dort haben Fans von Birte Meinhold und „Vergessen“ also schon jetzt die Chance, Neues von der Sängerin zu hören. Aktuelle Informationen zu Auftritten gibt es unter www.bird-band.de.