Familie: Ostelsheimer Gemeinderat beschließt Erhöhung / Kostendeckungsgrad soll verbessert werden

Die Betreuungsgebühren in Ostelsheim werden erhöht. Vor allem die Betreuung der Schulkinder wird künftig teurer. Auch für das Mittagessen muss demnächst extra bezahlt werden. Nichtsdestotrotz bleibt der Kosten­deckungsgrad lediglich bei 40 Prozent.

Ostelsheim. Schon in den Haushaltsberatungen für dieses Jahr ist es angeklungen, nun hat sich der Gemeinderat abermals damit beschäftigt. Die Gebühren für die Schulkindbetreuung werden angehoben. Je nachdem, wieviele Tage ein Kind das Angebot in Anspruch nimmt, fällt die Erhöhung aber moderat aus.

Im Januar hatte es Kämmerer Fabian Dieringer schon angedeutet. Damals angesprochen auf Möglichkeiten die Haushaltslage zu verbessern, brachte er Gebührenerhöhungen ins Spiel. Insbesondere dort, wo mit einer niedrigen Kostendeckung gearbeitet werde, sah er Handlungsbedarf.

Großteil der Kostengleicht Gemeinde aus

Der Kämmerer stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung die aktuellen Zahlen bezüglich der Schulkindbetreuung vor. 37 Prozent betrage die Kosten­deckung hier bisher. Knapp 143 000 Euro koste das Angebot laut Haushaltsplan in diesem Jahr. Neben den Gebührenzahlungen der Eltern gibt es noch Zuschüsse vom Land Baden-Württemberg. Den Großteil der Kosten gleicht die Kommune aber selbst aus.

Bürgermeister Jürgen Fuchs sah daher "dringenden Handlungsbedarf". Dieringer stellte dem Gremium also den Entwurf zur Gebührenerhöhung vor. Insgesamt lässt sich sagen, dass es für alle teurer wird. Jedoch werden Eltern weniger stark belastet, wenn ihr Kind die Betreuung öfter in Anspruch nimmt.

Bisher kostete ein Tag pro Woche in der Nachmittagsbetreuung 35 Euro pro Monat. Dies schlägt nach dem Plan der Verwaltung ab 1. September mit 45 Euro zu Buche. Geht das Kind jeden Tag dorthin, waren bisher 75 Euro fällig. Jetzt wären es 81 Euro. Insgesamt hofft Dieringer so den Kosten­deckungsgrad auf etwa 40 Prozent zu bekommen – kein wahrlich großer Sprung.

Der Kämmerer schlug aber auch vor, dass das Geld für ein Mittagessen zukünftig von den Eltern extra gezahlt werden muss. Bisher sei das in den Gebühren inkludiert gewesen. Vier Euro würden hier jetzt pro Mahlzeit fällig. Gehe ein Kind jeden Tag zur Betreuung, müssten die Eltern so für 22 Essen also 88 Euro pro Monat bezahlen. Der Ostelsheimer Kämmerer empfand die neue Regelung als "fair".

Der Gemeinderat entschied sich für den Vorschlag der Verwaltung. Daniel Stückel, Tobias Cascio und Julia Dreßler (alle UO) stimmten jedoch dagegen.

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