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Ostelsheim Hund Yoshi mit Spielzeug vergiftet

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Yoshi mit seinem Lieblingsspielzeug, einem Tennisball. Foto: privat

Kreis Calw - Was ist bloß im Kreis Calw los? Aktuell häufen sich dort Fälle von Gift-Anschlägen auf Haustiere. In Althengstett übergossen Unbekannte einen Kater mit Säure, in Altburg legten Tierquäler vergiftetes Dosenfutter aus. Nicht die einzigen Vorfälle. Bereits Ende September erkrankte in Ostelsheim Rüde Yoshi - der Spanische Wasserhund hatte im Garten seiner Besitzerin einen vergifteten Tennisball gefunden.

"Auf einmal hatte er einen orangefarbenen Tennisball im Maul", erinnert sich Yoshis Besitzerin. "Ich habe mich noch gefragt, wo der plötzlich herkommt - unsere sind gelb." Kurz darauf habe der Hund begonnen, rastlos alle möglichen Kräuter zu fressen und Unmengen an Wasser getrunken. Yoshi habe gewirkt "wie auf Speed".

Schuld war eine Substanz, mit der der Tennisball getränkt war. Der Tierarzt tippe auf Frostschutzmittel, erzählt Yoshis Besitzerin. Sie lebt sehr zurückgezogen und möchte namentlich nicht genannt werden. Bei der Polizei hat sie Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Hund kommt von Tierschutz

Yoshi ist zwischenzeitlich wieder auf dem Damm. Doch der Vorfall hat bei dem sechsjährigen Rüden Spuren hinterlassen. "Er hat das nicht verarbeitet", meint seine Besitzerin. Yoshi gehe nicht mehr alleine in den Garten, fresse nur noch, wenn sie daneben steht. "Das ist es, was mich so wütend macht: Für Yoshi ist das Gefühl der Sicherheit weg."

Besonders tragisch, da der Hund erst vor knapp fünf Monaten in sein jetziges Zuhause kam. Eine private Tierschutzorganisation hatte den Wasserhund von Andalusien nach Ostelsheim vermittelt. Als die Tierschützer ihn gefunden hätten, habe er große, klaffende Wunden gehabt, erzählt sein Frauchen. "Er muss sich mehrere Monate alleine durchgeschlagen haben."

Von Menschen, ist sie sich sicher, hat Yoshi in der Vergangenheit nicht nur Gutes erfahren. Der Hund sei anfangs sehr scheu und introvertiert gewesen. Bei abrupten Bewegungen sei er sofort zusammengezuckt, erzählt seine Besitzerin. "Ich denke, er wurde auch geschlagen."

Nach einiger Zeit sei der Hund aufgeblüht, habe neues Vertrauen gefasst und seine Begeisterung für Tennisbälle entdeckt. "Er war hier bei allen Spaziergängern als der Hund mit dem gelben Schnulli bekannt, da er immer einen Tennisball im Maul hatte." Dass er nun im eigenen Garten ausgerechnet mit seinem Lieblingsspielzeug vergiftet wurde, ist für Yoshis Besitzerin kaum zu fassen. Sie hofft, dass der Rüde seine vor der Vergiftung gerade gewonnene Lebensfreude wiederfindet.

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Ralf Klormann

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