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Ostelsheim Großprojekt in letzten Zügen

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Die Feuerwehr Ostelsheim freut sich auf den baldigen Einzug in ihren neuen Hauptsitz.Foto: Biermayer Foto: Schwarzwälder Bote

Eines der wohl größten Projekte der vergangenen Jahre in Ostelsheim geht nun seinem Ende zu. Der Um- und Neubau der Feuerwehr sowie des Kindergartens in einem gemeinsamen Gebäude befindet sich in der letzten Phase. Der Gemeinderat ließ deshalb das Vorhaben Revue passieren und stellte die letzten Schritte vor.

Ostelsheim. "Das war eine große Herausforderung für eine kleine Kommune", fasste es Bürgermeister Jürgen Fuchs zu Beginn der Gemeinderatssitzung am vergangenen Freitag zusammen. Die Kindergartenerweiterung sei, auch im Hinblick auf das Neubaugebiet, für die Gemeinde unabdingbar ­gewesen.

Man habe sich deshalb damals letztendlich dafür entschieden, den Bauhof auszulagern, welcher sich im Kindergartengebäude befand. Dieser sei nun in der Talstraße angesiedelt. So sei mehr Platz für die Erweiterung der Feuerwehr geschaffen worden.

Seit einem Jahr sei der Kindergarten nun in Benutzung. "Und alle sind sehr zufrieden", erzählte Fuchs. Es stünden im Gebäude nun neue Möglichkeiten zur Verfügung. So gebe es jetzt einen Bewegungsraum, einen Kreativraum, ein Bistro und viele weitere Zimmer. Zwei Gruppenräume seien sogar noch frei. Fuchs bedankte sich bei allen Beteiligten für das tolle Ergebnis. Ein Tag der offenen Tür sei geplant, sobald es die aktuelle Situation wieder ­erlaube.

Sichtlich stolz war der Bürgermeister auch auf das neue Feuerwehrgebäude. "Das ist ein zukunftsfähiges Magazin", so Fuchs. Man sei damit für die nächsten Jahrzehnte abgesichert. Es gebe dort alles, was die Kameraden bräuchten. Diese freuten sich auf den baldigen Bezug ihres neuen Hauptsitzes. Nur eine Notstrom-Versorgung fehle noch.

Acht Planungsvarianten

Auch hier dankte er den Beteiligten, insbesondere den Vorständen der Feuerwehr, für ihr Engagement. Mit dem Tag der offenen Tür verhalte es sich genau wie beim ­Kindergarten.

Auch die Fachplaner Michael Braun vom Ingenieurbüro Franz, Elektroingenieur Klaus Bagusat und Planer Thomas Klink erklärten dem Gremium nochmals die einzelnen Bauschritte und welche Schwierigkeiten es im Verlauf gab. Braun erläuterte beispielsweise die neue Heizungsanlage, Bagusat die energiesparende Beleuchtung, und Braun erzählte von den ursprünglich ganzen acht Planungsvarianten des Gebäudes.

Doch so ein Projekt kostet natürlich immer Geld. Fuchs präsentierte deshalb dem Gemeinderat eine detaillierte Kostenaufstellung. 3,06 Millionen Euro habe man bis jetzt ausgegeben. Ein Gesamtauftragsvolumen von 3,6 Millionen sei aktuell vorgesehen. So stünden noch 500 000 Euro an Ausgaben aus, auch "wenn das Gebäude von außen schon fertig wirkt."

Der für die kommunalen Finanzen zuständige Fabian Dieringer berichtete zudem von Kostensteigerungen von ungefähr 40 000 Euro. Dafür verantwortlich seien unter anderem Mengensteigerungen oder die neue Schließanlage für die Feuerwehr.

Das störte Gemeinderat Klaus Richter (Freie Wählervereinigung). "Warum taucht ein Schließsystem bei den Mehrkosten auf?", fragte er in Richtung des Bürgermeisters. Man habe doch von Anfang an gewusst, dass das Feuerwehrgebäude irgendwie abgeschlossen werden müsse. Richter wünschte sich eine vorausschauendere Planung. Tobias Cascio (Unser Ostelsheim) stimmte ihm zu. Eine beide zufrieden stellende Antwort gab es nicht. Der Gemeinderat stimmte dem Kostenplan trotzdem einstimmig zu.

Das Gremium hatte im Vorfeld eine Begehung des Gebäudes vollzogen. Hierbei lag der Fokus auch auf der Rück- beziehungsweise Ostseite des Kindergartens. Fachplaner Klink bezeichnet diese überspitzt als "optischen Schandfleck" am neuen und gelungenen Gebäude.

Auf Anregungen aus dem Gremium sollen nun die Geländer und die Blumentröge aus Beton, um welche sich eine rege Diskussion entspann, umgebaut werden. Die Blumentröge könnten mit einer Holzkonstruktion abgedeckt werden, erklärte Klink. Und in das Geländer, oder dessen Ersatz, ließen sich Sichtfenster einbauen, erklärte er auf Nachfrage. Allerdings sei dies mit Mehrkosten verbunden.

Zudem solle die Holzpalisade beim Kleinspielbereich verschwinden. Vor allem das Regenwasser habe an diesen Vorrichtungen genagt, so Klink.

Jessica Klötzer (Unabhängige Liste) wollte wissen, ob durch die geplanten Maßnahmen ein Flächengewinn mögliche sei. Klink verneinte dies. Es gehe vor allem um Witterungsabsicherungen und optische Verbesserungen. Rudi Schlienz (FWV) plädierte für eine dauerhafte und ansehnliche Lösung. Die Palisaden sollten weg. Wenn man das angehe, dann richtig.

Der Gemeinderat stimmte für eine Umsetzung dieser Maßnahmen. Für diese steht ein Budget von 54 700 Euro zu Verfügung.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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