Es wird sich wohl nichts daran ändern, dass im Ostdorfer Schuppengebiet Holz gelagert wird und keine weiteren Schuppen gebaut werden. Foto: Frey

"Ich bin frustriert!". Mit diesen Worten reagiert der Vorsitzende des Schuppenvereins, Wilfried Schairer, auf das Scheitern der Bemühungen, in Sachen Ostdorfer Schuppengebiet eine Einigung zu erreichen. Dabei deutete bis vor kurzem noch alles darauf hin, dass es eine einvernehmliche Lösung geben könnte.

Balingen-Ostdorf - Denn das Problem Holzlagerplatz im Schuppengebiet sollte mit der Ausweisung einer Ausweichfläche direkt neben dem Schuppengebiet aus dem Weg geräumt werden. Dadurch wäre Platz frei geworden für weitere Schuppen. Der Besitzer der Ausweichfläche war zum Verkauf bereit, wollte aber im Tausch an anderer Stelle eine Fläche, um sie zu bewirtschaften. Zwei Ostdorfer hatten daraufhin signalisiert, diese zur Verfügung zu stellen. Positive Signale hatte auch die Stadtverwaltung gesendet und eine Erweiterung des Schuppengebiets über ein Bebauungsplanverfahren für möglich gehalten.

Besitzer ziehen ihr Angebot zurück

Unter diesen Voraussetzungen ging Schairer in ein Treffen mit Personen, die am Bau neuer Schuppen interessiert waren – um ihnen dann aber mitzuteilen, dass es mit einer baulichen Erweiterung nichts werde. Die Besitzer der Tauschfläche hatten ihr Angebot völlig überraschend zurückgezogen, so Schairer. Damit sei alles auf Null gestellt worden, denn ohne Tausch- keine Erweiterungsfläche, damit auch keine Möglichkeit, das viele Holz anders als im Schuppengebiet, das dem Verein gehört, zu lagern. "Wir hätten das Ganze durchbekommen", ist sich Schairer sicher. Aber es habe zu viele Widerstände gegeben.

Das sagte auch Frank Haug, Mitglied des Ostdorfer Ortschaftsrats, in der Sitzung am Dienstag. Er gab eine Stellungnahme als stellvertretender Vorsitzender des Schuppenvereins ab, nachdem in der vorangegangenen Sitzung Ortsvorsteher Helmut Haug seine Sicht der Dinge geschildert hatte.

Frank Haug betonte, dass der Schuppenverein "große Anstrengungen und viel Zeit" in die Erweiterung des Schuppengebiets und den möglichen Bau von weiteren Schuppen investiert hatte. Er bedauerte, dass nicht alle in eine Richtung gezogen hätten. Sowohl Frank Haug als auch Schairer betonen, dass der Schuppenverein eine Erweiterung immer positiv gesehen hätten, und verweisen darauf, dass in den vergangenen Jahren stets die Verlängerung der Baugenehmigung für vier weitere Schuppen beantragt worden sei. Die aktuelle habe noch eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren, danach sei Schluss, erklärt Schairer. Denn die Verwaltung habe angekündigt, dass eine erneute Verlängerung nicht mehr in Frage käme. Sollte es so kommen, könnte sowieso nicht mehr gebaut werden, erklärt der Vorsitzende des Schuppenvereins.

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