Die Grundschüler der Oberbaldinger Ostbaarschule freuen sich über das neue Klettergerüst. Foto: Strohmeier

Ostbaargrundschule hat nach den Ferien mehr Schüler / Neue Ausschreibung für Elektrik- und Vernetzungsauftrag notwendig

Wenn die Ostbaarschule in die Ferien geht, werden 36 Kinder die Schule verlassen und auf Werkreal-, Realschule oder Gymnasium wechseln. Auch vier Lehrerinnen werden nach den Ferien nicht mehr an die Schule zurückkommen.

Bad Dürrheim-Oberbaldingen. An der Grundschule hätte eigentlich in den Sommerferien reger Baubetrieb herrschen sollen – eigentlich – die Ausschreibung war vorbereitet und veröffentlicht, aber es kam nur ein Angebot und das war 60 Prozent zu teuer, erläutert Jens Götze, Leitung Bauunterhaltung Hochbau.

Bestandsschutz endet

Dieses Angebot wurde gar nicht ins Rennen geschickt, es musste neu ausgeschrieben werden. Im Mittelpunkt steht vor allem die Elektrik, denn die Schule soll gemäß des Medienentwicklungsplans weiter digitalisiert werden. Und hier prallen die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts auf ein Schulgebäude das schon ein paar Tage auf dem Buckel hat. Bis jetzt hatte man Bestandsschutz, wenn jedoch solch eine Maßnahme ansteht fällt dieser weg.

Es muss eine neue Hauptzuleitung zur Schule gelegt werden, im Vorfeld musste man sich Gedanken machen, wo der Serverschrank am besten aufgestellt und die Vernetzung optimal zu installieren ist. Zusätzlich wird hier auch noch das Amoksystem "Ela" installiert, wie auch in der GWRS in der Kernstadt. Dazu sind die DIN Normen zu beachten. Und nicht zuletzt hängt dann alles an der Auftragslage der Handwerker und nicht zuletzt an der Lieferbarkeit von Kabel und Platinen.

Götze hofft, dass in den Herbstferien die Hauptarbeiten erledigt werden können, auch mit Blick darauf, dass es eventuell aufgrund der Pandemie nochmals zum Wechsel- oder reinen Fernunterricht kommen könnte.

So wird nach den Sommerferien die gewünschte Infrastruktur noch nicht fertig sein, aber es wird natürlich andere Änderungen geben.

49 Erstklässler

36 Schüler werden wie erwähnt die Schule verlassen, es sind jedoch nicht weniger Kinder, welche die Ostbaarschule besuchen, denn es kommen 49 Schüler hinzu, zusätzlich wird das Kooperationsprojekt mit der Karl-Wacker-Schule in Donaueschingen wiederbelebt, hier werden nochmals sechs Schüler nach Oberbaldingen kommen.

In diesem Projekt kommen sechs Kinder des Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Schwerpunkt geistige Entwicklung im Sinne der Integration an die Schule. Das Projekt wurde schon unter der früheren Rektorin Ursula Frese ins Leben gerufen. Zwei Jahre musste man nun pausieren. Im ersten wegen des Baulärms beim Hallenbau, im vergangenen Jahre wegen Corona.

Waren die Schüler aus Donaueschingen früher einer Klasse zugeordnet, so will man sie nun mit Projekten durch alle Klassenstufen wandern lassen, damit die Kinder sich alle kennenlernen. Damit sie die Schule erkunden konnten, gab es bereits einen ersten Besuch mit einer Schulhausrallye.

Schneider beschreibt, dass die Kinder der Karl-Wacker-Schule unterschiedliche geistige Behinderungen hätten, und teilweise jedoch auch auf eine Regelschule gehen könnten. Untergebracht sind die Schüler in einem Raum der ehemaligen Wohnung, in der sich auch die Schulbücherei befindet, hier wurde eine stählerne Fluchttreppe angebaut.

Inklusionsprojekt beginnt

Wahrscheinlich wird das erste Projekt für die Kinder der Karl-Wacker-Schule ein Sportprojekt sein. "Der Kreativität sind aber keine Grenzen gesetzt", erklärt Patricia Schneider, so könne es genausogut Projekte in Deutsch oder Mathe geben.

Veränderungen und Einschnitte gibt es bei den Lehrerinnen. Drei von ihnen werden aufgrund ihrer Schwangerschaft nicht mehr an die Schule zurückkommen, eine wird auf eine andere Schule als Konrektorin wechseln.

Eine neue Lehrerin

Die drei Lehrerinnen hatten alle Teildeputate. Die Stellen wurden ausgeschrieben, es gab zwei Bewerberinnen, die eigentlich hätten kommen sollen, eine wurde vom Schulamt jedoch nochmals anderweitig benötigt, so kommt nun eine Lehrkraft mit Volldeputat an die Schule, sie wird die Stunden auffangen. Rein rechnerisch seien somit alle Pflichtstunden abgedeckt. Aber es könne kein Förderunterricht und keine AGs angeboten werden, so Patricia Schneider.

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