An der Spitze der Initiative „Fußball kann mehr“: Katja Kraus Foto: dpa/Christian Charisius

Die Seuchensaison im Fußball ist vorbei. Umso mehr wird jetzt Front gemacht gegen das Virus der alten, weißen Mächtigen – hat unser Kolumnist beobachtet. Insbesondere im Deutschen Fußball-Bund

Stuttgart - Wer am Ende dieser Fußballsaison einen finden will, der restlos glücklich ist und vor Begeisterung einen Salto schlägt, muss sich an Robert Lewandowski wenden: Der Beute-Bayer hat den Altbayern Gerd Müller weggebombt und einen neuen Torrekord für die Ewigkeit aufgestellt. In letzter Minute ist dem Polen das seltene Kunststück gelungen, was aber nichts daran ändert, dass dieses Fußballjahr in die Geschichte eingeht als Seuchensaison. Die Tiefpunkte sind bekannt, leere Stadien, null Stimmung, kaum Spannung und tote Hose auf Schalke – und ohne diese letzte Minute am Samstag hätten wir auch noch einen zweiten Höhepunkt dieser Saison glatt verpasst. Elfmeter gab es, für Leverkusen, und Lars Bender ließ sich blitzschnell einwechseln, es war die letzte Minute seiner Karriere. Dann lief er an, und Roman Bürki, der Schweizer im Kasten von Borussia Dortmund, hatte die Qual der Wahl: Sollte er das Zu-null halten, zugunsten seiner Torwartstatistik, und Bender den Abschied versauen? Bender war nie ein guter Schütze, und es war auch diesmal ein eher schwächlicher Schuss, halbhoch, links, ein Genussball für jeden Torwart. Doch Bürki blieb stehen, regungslos, und winkte den Ball lächelnd durch. Notfalls hätte er auch einen Schritt zur Seite gemacht.

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