Bürgermeisterin Susanne Irion überreichte die Urkunde an den wiedergewählten Ortsvorsteher Wolfgang Schoch, der somit weitere fünf Jahre Ehrenbeamter auf Zeit ist. Foto: Ingrid Kohler

Wolfgang Schoch ist für weitere fünf Jahre Ortsvorsteher in Schura. Für ihn ist es die 17. Verpflichtung.

Der Ortsvorsteher habe eine besondere Stellung, da er Ehrenbeamter auf Zeit ist, betonte Bürgermeisterin Susanne Irion. Ortsvorsteher werden wie ein Bürgermeister politisch gewählt und leiten den Ortschaftsrat als Gremium. Die Ortschaft Schura verstehe sich als Teil der Stadt Trossingen, und es sei immer eine gute Zusammenarbeit. Sie freue sich, dass es mit Wolfgang Schoch nochmal fünf Jahre weitergehe.

 

Diesen Worten schloss sich der stellvertretende Ortsvorsteher Jürgen Haller an, um dann Wolfgang Schoch zu verpflichten. „Dies war heute meine 17. Verpflichtung“, sagte Wolfgang Schoch mit Blick auf sechs Verpflichtungen zum Ortschaftsrat, sechs zum Gemeinderat, drei zum Kreisrat und jetzt zum zweiten Mal zum Ortsvorsteher. „Dennoch überkommt mich dabei immer wieder ein erhabenes Gefühl.“ Aber nicht nur, weil er sich wieder auf eine besondere Verpflichtung für die Gesellschaft einlasse, „sondern weil damit auch die eigene Ehre, das eigene Selbstbild angesprochen wird, mit dem man der Gesellschaft gegenübertritt und in ihr aufgenommen wird“.

Einwohnerversammlung

Rückblickend stellte er fest, dass in den vergangenen fünf Jahren viele Aufgaben zu bewältigen waren. „Wir haben viel erreicht.“ Die einzelnen Punkte sollen Thema in der Einwohnerversammlung am Freitag, 22. November, sein. Doch viele neue, sehr arbeits- und zeitintensive Aufgaben stünden bevor. So der Abschluss des Flächennutzungsplanes und damit einhergehend die Neuausrichtung der Wohnbaupolitik, die Umsetzung des Lärmaktionsplans, die Weiterentwicklung des Projektes „Energiewende vor Ort“ im Zusammenhang mit der vom Ortschaftsrat beantragten Wärmeplanung.

Ausbau Glasfasernetz

Neben der Generalsanierung der Kellenbachschule sei die Fortsetzung und der Abschluss des Glasfaseraufbaus in Schura ein großes Thema, wie die Fortsetzung der Sanierung und Instandhaltung der Feld- und Radwege. Indirekt betreffe Schura das weitere Vorgehen im Gewerbegebiet „Neuen III“, wobei die Zuständigkeit beim Zweckverband liege. Wolfgang Schoch rechnet mit vielen Anträgen, vor allem Bauanträgen, weil die früheren Bebauungspläne nicht alle mehr dem heutigen Stand entsprechen. Wie es in der Gemeindeordnung vorgegeben sei, habe Schura eine Ortschaftsverwaltung. Üblicherweise verfüge jede Ortschaft in der Größenordnung von Schura mit rund 1750 Einwohnern über eine Verwaltungsstelle.

Kommen viele Bauanträge?

„Diese ist in Schura, bedingt dadurch, dass die Ortschaftsverwaltung bis zu meinem Amtsantritt vor fünf Jahren infolge des hauptamtlichen Ortsvorstehers, der zugleich Leiter des Hauptamtes war, hauptsächlich vom Hauptamt der Stadt Trossingen aus betrieben und deshalb relativ klein gehalten worden“, so Schoch. Das bedeute, dass ein Großteil der anfallenden Verwaltungsaufgaben seit der Trennung nun von ihm erledigt werde. Unterstützung habe er von Stefanie Slavik, die vorwiegend als Schulsekretärin tätig, aber wöchentlich mit insgesamt 3,5 Stunden im Rathaus sei (Mittwoch von 10 bis 12 Uhr sowie am Freitag von 10 bis 11.30 Uhr). Jeden Donnerstagabend von 16.30 bis 18.30 Uhr hält der Ortsvorsteher zudem eine Bürgersprechstunde ab.

Schoch wünscht sich für die nächsten fünf Jahre eine so gute Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat, der Bürgermeisterin und der Stadtverwaltung „wie es in den vergangenen fünf Jahren der Fall war“,