Wie in allen Stadtteilen ist die Wunschliste für potenzielle Projekte auch in Sickingen lang. Ortsvorsteher Siegbert Schetter weiß, dass nicht alle Vorhaben umgesetzt werden können. Doch: Der Dorfplatz soll im kommenden Jahr angegangen werden.
Die Neugestaltung des Dorfplatzes hat für Sickingens Ortsvorsteher Siegbert Schetter in der nun angelaufenen Legislaturperiode die „oberste Priorität“, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion sagt. Die Fördermittel seien genehmigt, die Pläne liegen vor. Der Startschuss für die Baumaßnahme solle – geht es nach ihm – im kommenden Jahr fallen.
Vorher muss aber die Stadt Hechingen grünes Licht geben. „Die Haushaltslage muss das Projekt zulassen“, weiß auch Schetter. Doch: Zu lange dürfe man nicht warten, schließlich könnten die Fördergelder nur in einem bestimmten Zeitraum abgerufen werden.
Der Ortsvorsteher von Sickingen betont dabei auch, dass Sickingen in den vergangenen Jahren von der Stadtverwaltung gut in den Haushaltsplänen berücksichtigt wurde. Ob Kindergarten, die Straßensanierungen in der Wiesenstraße – wo im September nun geteert werden soll – oder das Baugebiet „Witzenhart“: „Wir können uns nicht beschweren“, so Schetter.
Neue Räumlichkeiten für die Kernzeitbetreuung
Dennoch habe der Sickinger Ortschaftsrat – wie die Gremien in den sieben weiteren Stadtteilen natürlich auch – immer noch eine lange Wunschliste. In Sickingen stehen auf dieser beispielsweise neue Räumlichkeiten für die Kernzeitbetreuung der Grundschule. „Der Raum war im vergangenen Jahr für die 31 Kinder viel zu klein.“ Angesichts der gesetzlichen Verpflichtung zur Ganztagesbetreuung ab dem Schuljahr 2026/2027 werde der Bedarf weiter steigen.
Ohnehin brauche es – abseits der Turn- und Festhalle – Platz für Veranstaltungen. Das Wahllokal befindet sich beispielsweise derzeit im Feuerwehrhaus, was laut Schetter „kein Dauerzustand sein kann“. Ein weiteres Anliegen sei dem Sickinger Ortschaftsrat ein barrierefreier Zugang zur Turn- und Festhalle. Dazu komme der Straßenunterhalt. „Das hat aber bisher immer gut funktioniert“, spricht Schetter die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung an.
Nachfrage nach Bauplätzen ist vorhanden
Da habe es in den vergangenen fünf Jahren nie Probleme gegeben, auch in der Ortschaftsverwaltung Sickingen sei man ein gutes Team. Den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft erachtet Schetter als besonders wichtig – und so sehe er es auch als seine Aufgabe an, diesen zu fördern. „Mir liegt ein gutes Miteinander der Vereine und Bürger am Herzen.“ Sei es der an jedem zweiten Mittwoch im Monat stattfindende Seniorennachmittag, der Weihnachtsmarkt im Ort oder die Integration Zugezogener: „Meine Motivation ist es, im Ort etwas zu bewegen und im Sinne der Bürger zu handeln.“
Apropos Integration neuer Sickinger in die Dorfgemeinschaft: Im Neubaugebiet „Witzenhart“endet die zweite Ausschreibungsphase in diesem August. „Die Nachfrage ist da, insbesondere nach Bauplätzen für Einfamilienhäuser.“ Schade finde er einzig, dass das Punktesystem im Ausschreibungsportal „Baupilot“ die bevorzugte Vergabe der Plätze an Sickinger hemme. Die seien oft in Vereinen engagiert.
Aber verheirate Paare mit Kindern und Arbeitsplatz in Hechingen und Umgebung hätten bei dem Verfahren höhere Punktewerte als ledige Bürger. Trotzdem sei er froh, dass angesichts hoher Baupreise die Plätze gefragt seien. Und mit Beteiligung in den Vereinen, in der Schule oder im Kindergarten seien Neubürger ohnehin sofort in das Sickinger Leben involviert und integriert.