In Achdorf und seinen Ortsteilen stehen große Projekte vor dem Abschluss. Die junge Generation wird direkt an der Ortsentwicklung beteiligt.
Vor zwei Jahren erklärte sich Edgar Blessing bereit, das Amt als Ortsvorsteher von Achdorf zu übernehmen und bekam hierfür prompt die Zustimmung der anderen Mitglieder im Ortschaftsrat.
Nach 25 Jahren kommunalpolitischer Erfahrung im Ortschaftsrat und elf Jahren im Gemeinderat sah er es als selbstverständlich an, seinen Heimatort in zusätzlicher Funktion weiter voranzubringen. Der Stadtteil Achdorf besteht aus fünf Ortsteilen im Raum östliches Wutachtal und ist allein schon deswegen eine nicht alltägliche Besonderheit im Land.
Bei fünf Ortsteilen liegt es auf der Hand, dass es reichlich Arbeit gibt, um die Wünsche aller zufriedenzustellen. Blessing fokussiert sich im Gespräch auf die größeren Projekte, die aktuell die Ortsteile beschäftigen. Ganz vorn und von den Kosten her alles andere als vernachlässigbar steht die Sanierung des Äugleinbuckwegs.
Der Weg führt am Wohnmobilstellplatz in Achdorf vorbei. Seine Instandsetzung ist vor allem ab der Abzweigung nach Blumegg bis nach Überachen geplant. Entlang der 1,9 Kilometer langen Strecke des Ortsverbindungs- und Feldwegs sind es vor allem Erdbewegungen, die zu markanten Unebenheiten führen und der Trasse zu schaffen machen.
Wutach sperrt sich
Geht es nach der Stadt Blumberg, ist auch die Wiederherstellung der seit drei Jahren gesperrten Gemeindeverbindung nach Ewattingen im Plan. Doch die benachbarte Gemeinde Wutach sperrt sich aus Kostengründen noch gegen eine Sanierung der ebenfalls von Verwerfungen im Rutschgebiet beschädigten Straße, die auf ihrer Gemarkung eine Investition von knapp 500.000 Euro erfordert. Blessing informiert, dass in Kürze ein Gespräch zwischen den Verwaltungen geplant ist, bei dem Lösungsmöglichkeiten zur Öffnung der Straße zur Diskussion stehen. Schließlich kommt der Trasse auch in Zusammenhang mit Notfalleinsätzen eine wichtige Funktion zu.
Blessing beschreibt den Kauf einer Spülmaschine und eine teilweise Erneuerung der Technik als Grundvoraussetzung für ein neues Cateringkonzept im Haus des Gastes, das von externen Interessenten und Einheimischen gemietet werden kann. Dieses soll in Zukunft allen Nutzern ermöglichen, einen Caterer ihrer Wahl für Privatfeiern, Veranstaltungen oder Vereinsfeste einzusetzen.
Neues Catering-Konzept
„Technik im Einklang mit der Natur“ lautet für Blessing die Devise in Bezug auf das seit Jahrzehnten diskutierte Wasserkraftwerk an der Wutach. Die aktuellen Planungen sind zu 90 Prozent abgeschlossen. Eine Diskussion und Beschlussfassung sind in den Gremien nach Vorliegen aller Stellungnahmen vorgesehen.
Hinsichtlich der Fortführung des Neubaugebiets in Achdorf hält es Blessing für unabdingbar, vorab die Ergebnisse eines Starkregen-Managements zu berücksichtigen und umzusetzen. Dies gelte für das gesamte Gebiet, um durch Starkregen ausgelöste unerwünschte Auswirkungen in Zukunft zu minimieren.
Damit die gesamten Vorhaben umgesetzt werden und auch in der Zukunft wirken, ist für Blessing der möglichst frühzeitige Einbezug der Jugend in demokratische Prozesse eine Selbstverständlichkeit. Als Beispiel nennt er den geplanten neuen Freizeittreffpunkt, der auf der Freifläche hinter der Kirche unter Mitwirkung der Jugendlichen entwickelt wird.
„Die Umsetzung interessanter Projekte steht bevor, und es kommen laufend neue hinzu“, ergänzt Blessing und betont, dass er seinen Job als Ortsvorsteher noch an keinen Tag bereut hat.
Zur Person
Edgar Blessing trat vor zwei Jahren die Nachfolge des langjährigen Ortsvorstehers Hans-Peter Meß an. Er wohnt und lebt mit seiner Familie in Opferdingen und ist seit 27 Jahren Mitglied des Ortschaftsrats. Seit seiner ersten Kandidatur im Jahr 2014 gehört er zudem dem Gemeinderat in Blumberg an.