In Weilheim läuft der Glasfaserausbau auf Hochtouren. Konkret werden soll in der laufenden Legislaturperiode zudem der Mobilfunkmast neben dem Wasserhochbehälter. Viel Arbeit wartet auf den Ortschaftsrat um Ortsvorsteher Gerd Eberwein.
Weilheims Ortsvorsteher Gerd Eberwein hat mit seiner Liste „Wir für Weilheim“ die jüngste Ortschaftsratswahl mit vier zu drei Sitzen für sich entschieden. Eberwein möchte den vor fünf Jahren eingeschlagenen Weg weitergehen – mit Viviane Kopf als Stellvertreterin an seiner Seite. Im Storchendorf steht in der laufenden Legislaturperiode viel auf dem Programm.
Priorität 1: Glasfaserausbau
Derzeit ist die NetzeBW in Weilheim aktiv und treibt den Glasfaserausbau voran. „Planmäßig möchten wir bis März 2025 fertig sein“, betont Eberwein im Gespräch mit unserer Redaktion. Jedoch könne man nie sagen, wie das Winterwetter den Fortschritt der Arbeiten zulasse. „Es sind gerade viele Koordinationsmaßnahmen zu stemmen. Doch der Ausbau verläuft nach Plan“, freut sich Eberwein.
Priorität 2: Mobilfunkmast
Auch im Jahr 2024 gibt es nicht überall in Weilheim Mobilfunk-Empfang. Besonders im Unterdorf befinde man sich teils im Funkloch. Eberwein weiß: „Für die Bürger ist dieses Thema sehr wichtig.“ Die Lösung des Problems solle zeitnah – zu einer konkreteren Zeitangabe will sich der Ortsvorsteher nicht hinreißen lassen – kommen. Für den 30 Meter hohen Mobilfunkmast neben dem Wasserhochbehälter sind die Planarbeiten in vollem Gange. Dieser wird von Telefonica und dessen Unternehmen aufgebaut, andere Anbieter wie Vodafone oder die Telekom können sich an dieses Angebot ankoppeln. „Die Verträge sind geschlossen, wir vom Ortschaftsrat werden für den Mobilfunkmast auch künftig bei der Stadtverwaltung drängeln“, so Eberwein.
Priorität 3: Berg II
Mit dem Baugebiet Berg II will Gerd Eberwein ein weiteres Neubaugebiet für Weilheim vorantreiben. Dieses ist laut Beschluss im Gemeinderat 2019 in der Prioritätenliste nach hinten gerutscht. Nun soll bei Berg II wieder angegriffen werden. „Wir wollen Jüngere im Ort halten und diesen eine Perspektive geben“, so Eberweins Zielsetzung.
1999 sei bereits ein Entwurfsplan für das Gebiet erstellt worden. Weil sich aber Gesetzesänderungen, unter anderem im Bereich der Biodiversität ergeben haben, wird das Gebiet kleiner als geplant. Ab dem Herbst stehe daher eine weitere Entwurfsplanung an. Die Grundstückseigentümer werden erneut befragt, ob diese bereit sind, überhaupt ihre Grundstücke einzubringen. Eine Abfrage vor mehreren Jahren brachte eine große Zustimmung.
Priorität 4: Ortsmitte
Mittelfristig denkt der Ortsvorsteher auch an die Neugestaltung der Ortsmitte. „Unser Ziel ist es, die Ortsmitte besser zu definieren.“ Dafür macht Weilheim auch wieder beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft mit“. Die Bewertungskommission besucht die Weilheimer im September. Für die Teilnahme gibt es Fördermittel. „Ideen für die Ortsmitte gibt es bereits, diese müssen nun konkretisiert werden.“ Vorstellbar sei beispielsweise, die Leo-Saurer-Straße am Alten Schulhaus in einen verkehrsberuhigten Bereich mit mehr Aufenthaltsqualität umzuwandeln.
Priorität 5: Radweg
Für Kinder und Jugendliche, die mit dem Fahrrad in die Kernstadt zur Schule fahren, führt der Weg zwangsläufig über die Kreisstraße. Dort einen Radweg zu realisieren, ist das Ziel von Eberweins Stellvertreterin Viviane Kopf. Die Busverbindung der Linie 307 fahre zwar verlässlich, dennoch sei ein Radweg auch hinsichtlich des Klimaschutzes wichtig. Mit der Stadtverwaltung und dem Kreistag soll schnell in Kontakt getreten werden. Denn: „Mit dem Rad auf der Kreisstraße ist es gefährlich und dort ist es auch schon zu Zwischenfällen gekommen“, macht Kopf die Dringlichkeit deutlich.
Was sonst ansteht:
Eberwein hat neben den größeren Projekten auch viele kleine, aber nicht unwichtige Themen auf dem Zettel stehen. So will er die Biodiversität in der Ortsmitte fördern, den Spielplatz beim Kindergarten aufwerten und das Schuppengebiet erweitern. „Wir sind ein landwirtschaftlich geprägter Ort.“ Daher wolle Eberwein auch die landwirtschaftlichen Wege in Schuss halten. Nicht zuletzt soll 2025 gefeiert werden. Das Dorfjubiläum „750 Jahre Weilheim“ steht im kommenden Jahr auf dem Programm. Ab Anfang September sollen dafür Gespräche mit den Einwohnern geführt und Überlegungen zum Programm angestellt werden.
Die Serie
Wahlen
Nach den Kommunalwahlen im Juni wurden auch die Ortschaftsräte in den Hechinger Stadtteilen neu gewählt. In einer losen Serie spricht unsere Redaktion mit den jeweiligen Ortsvorstehern der acht Hechinger Stadtteile