Eine Ortsumgehung soll Lautlingens Ortsdurchfahrt entlasten, doch an ihr scheiden sich die Geister.Foto: Eyrich Foto: Schwarzwälder Bote

CDU: Kandidat Thomas Bareiß und Roland Tralmer bekennen sich zur Lautlinger Ortsumfahrung

Albstadt-Lautlingen. Thomas Bareiß, Bundestagsabgeordneter und CDU-Kandidat im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen, und der Albstädter CDU-Stadtverband bekennen sich zur geplanten Lautlinger Ortsumfahrung. Die Verkehrslage in Lautlingen, so Bareiß, sei für die Anwohner von Jahr zu Jahr schwerer erträglich. Im übrigen aber brauche die Region gut ausgebaute Straßen. "Die Ortsumfahrung ist für den ganzen Landkreis wichtig. Wir dürfen nicht verkehrstechnisch abgehängt werden."

Bareiß und der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Roland Tralmer wenden sich deshalb nachdrücklich gegen die Grünen, die laut eigener Erklärung alle noch nicht im Bau befindlichen Straßenbauprojekte im Bundesverkehrswegeplan auf ihre Kosten-Nutzen-Bilanz in Sachen Klimaschutz überprüfen wollen.

Sollte die Ortsumfahrung, die sich mittlerweile im Stadium der Planfeststellung befindet, scheitern, dann, so die CDU, wären die nachteiligen Auswirkungen enorm. Eine Verbesserung der Albstädter Verkehrslage würde ebenso in Frage gestellt wie die Pläne für das Gewerbegebiet Hirnau und auch die Chancen auf eine Innenentwicklung der von der Durchgangsstraße zerschnittenen Ortschaft für die nächsten Jahrzehnte verbaut. "Dabei sind wir auf der Zielgeraden. Das jetzt alles aufs Spiel zu setzen, ohne eine Alternative bieten zu können, wäre sträflich."

Keine Alternative? Bareiß und Tralmer halten den Glauben an einen grundlegenden verkehrspolitischen Wandel für einen Trugschluss: Das sehr hohe Verkehrsaufkommen in Lautlingen werde bleiben; auch ein Umstieg auf die Elektromobilität werde daran nichts ändern. "Die Benutzung einer Straße ist ja unabhängig von der Antriebsart der Fahrzeuge", sagt Tralmer. Die wahre Motivation hinter dem Vorstoß der Grünen sei wohl doch, das Autofahren insgesamt unattraktiver zu machen.

Den Lautlinger Gegnern der geplanten Ortsumfahrung versichert die CDU, man wolle ihre Belange so weit wie irgend möglich berücksichtigen. "Wir sind bereit, ihre Bedenken und Anliegen in die Planung und das laufende Planfeststellungsverfahren einzubringen und die Trasse ökologisch zu optimieren. Das gilt besonders für Lärm- und Naturschutzbelange. Dabei sind wir für jeden Vorschlag offen, der den Straßenbau nicht wesentlich verzögert und finanzierbar ist." Was dagegen nicht in Frage komme, sei eine grundlegende Neu- oder Umplanung.

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