Auch dem zweiten Ortsrundgang mit Bürgermeisterin Kerstin Brenner, der durch Beihingen führte, schlossen sich viele Interessierte aus dem Haiterbacher Stadtteil an.
Gemeinsam mit Ortsvorsteher Alessandro Pagella startete und endete die rund zweistündige Runde am Heimatmuseum. Dort wurde der Strom- und Wasseranschluss für den Festplatz angesprochen, der mit einem Budget von 10 000 bis 15 000 Euro auf das Haushaltsjahr 2026 verschoben werde und rechtzeitig zum Backhausfest fertig sein soll.
Im Wohngebiet „Wohnen an der Waldach“ seien acht Bauplätze verkauft, frei seien noch vier Plätze für Einfamilien- und drei für Mehrfamilienhäuser sowie ein Bauplatz als Gewerbeeinheit, so Brenner. Wegen der Gewerbeeinheit stehe die Stadt im Austausch mit Investoren.
Für das Wohngebiet „Lauteräcker II“ könne ein Bebauungsplan im sogenannten Normalverfahren erstellt werden, sobald Wohnbedarf nachgewiesen werde und genügend Ausgleichsflächen für den hohen Streuobstbestand vorhanden seien.
Bauland für Einheimische nicht billiger
Von Bürgerseite wurde vorgeschlagen, rechtzeitig mit der Planung zu beginnen, da der Bedarf an Bauplätzen seit 2024 wieder gestiegen sei, was von Ortsvorsteher Pagella auch bestätigt wurde. Am Einheitspreis für Bauplätze im Stadtgebiet von 220 Euro je Quadratmeter könne jedoch nicht für Einheimische abgewichen werden.
Das nahe an der Waldach gelegene Kleinspielfeld soll in den nächsten Wochen fertiggestellt und zum Bespielen freigegeben werden. Aktuell werde nach einer geeigneten Bandenlösung gesucht. Diese muss bei Hochwasser hochklappbar sein. Angebote hierfür, so die Bürgermeisterin, liegen bei rund 70 000 Euro.
Ortsvorsteher Alessandro Pagella strebt eine Lösung mit Banden an, die für Hochwasserschutz geeignet sind, und mit Netzen hinter den Toren. Die Verwaltung werde eruieren, inwiefern eine Förderung durch die Leader-Projektgruppe möglich sei.
Schmaler Gehweg bemängelt
Für den Spielplatz am Ortsrand nahe der Forchenstraße wurden Spielmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren und ein Sandkasten vorgeschlagen. Einhalten der Geschwindigkeitsbegrenzung war an der Egenhauser Straße nahe dem Seniorenzentrum Emmaus ebenso Thema wie ein Absenken der Bordsteine, um den Bewohnern in den 23 neuen Wohneinheiten des dortigen Betreuten Wohnens den Übergang zum Gehweg barrierefrei zu ermöglichen. Bemängelt wurde auch der schmale Gehweg.
Aufgrund von Geschwindigkeitsmessungen mit hohen Überschreitungen von Tempo 30 schlug Ortsvorsteher Pagella an der Egenhauser Straße sogar eine Verengung der Fahrbahn vor. Dies stieß nicht auf Gegenliebe, da die Fahrbahn dort bereits eng sei, insbesondere auch mit Blick auf die dort verkehrenden großen landwirtschaftlichen Fahrzeuge.
Thema für die Verkehrsschau
Das Anlegen eines Fußgängerüberweges wurde ebenfalls angesprochen. Bürgermeisterin Kerstin Brenner will das Thema in die kommende Verkehrsschau „mitnehmen“.
Im weiteren Verlauf des Ortsrundgangs informierte Bürgermeisterin Brenner über den Ausbau der Fahrbahn und die Erneuerung der Wasserleitung im Gründelweg. Dort seien Synergieeffekte durch Fördermittel für die Flurbereinigung möglich. Geplant sei die Maßnahme in 2026. Für den Straßenausbau seien 85 Prozent Zuschuss zu erwarten. Über eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 zwischen dem Pflegeheim in der Oberschwandorfer Straße und Kirche berät der Ortschaftsrat von Beihingen in seiner Sitzung kommende Woche.
Zum Abschluss des Ortsrundgangs konnten die teilnehmenden Beihinger in die bewirtete Scheune beim Heimatmuseum einkehren.
Weitere Rundgänge
Am Samstag, 7. Juni
startet der dritte Rundgang am Rapp-Platz in Unterschwandorf
Am Samstag, 19. Juli
lädt die Bürgermeisterin zum abschließenden Rundgang in Haiterbach und Altnuifra ein. Beginn ist jeweils um 14.30 Uhr, die Dauer wird mit etwa zwei Stunden angegeben.