Hinter dem ehemaligen Heimatmuseum gibt es im Brigachtaler Gemeinderat verschiedene Ansichten zur Ausweisung von Parkmöglichkeiten. Foto: Hella Schimkat

Die Sanierung des Ortskerns in Überauchen geht in den dritten Bauabschnitt. Über die genaue Gestaltung gab es im Gemeinderat jedoch Gesprächsbedarf – ohne finales Ergebnis.

In der Gemeinderatssitzung am Dienstag wurde die Freiraumgestaltung der Ortsmitte Überauchen mit der Ausschreibung des Bauabschnittes drei verschoben.

 

Es gab noch erheblichen Gesprächsbedarf zur Ausweisung von Stellflächen für Autos und Fahrräder. Die hierzu eingebrachten Ideen und Vorschläge will die Verwaltung noch einmal beraten und in der nächsten Sitzung am 27. November vorstellen.

Dominik Seidt vom Büro Freiraumwerkstadt erläuterte die weiterführende Planung. Mitte November werden die Ausschreibungsunterlagen erstellt, Ende 2025 beziehungsweise Anfang 2026 werden sie veröffentlicht. Mitte März sollen die landschaftsgärtnerischen Maßnahmen vergeben werde und für Mitte Mai ist mit dem Baubeginn zu rechnen. Im September beziehungsweise Oktober 2026 sei schließlich mit der Fertigstellung geplant.

In Bauabschnitt drei sollen 24 Parkplätze entstehen sowie 43 Fahrradstellplätze. Das mache in der Summe der erforderlichen Auto-Stellplätze für das Dorfhaus, die Kita und das Heimatmuseum 48 Stellplätze und 61 Fahrrad-Stellplätze, so Seidt. Neben den erforderlichen Parkplätzen und Fahrradabstellplätzen sehen die Planungen unter anderem die Herstellung eines Fußweges zur Kita am Bondelbach, eine kleine Terrasse im Bereich des ehemaligen Milchhäuschens, eine Einhausung für Abfalleimer sowie Stauden- und Rasenflächen vor, erläuterte er.

Mit Planung nicht einverstanden

Albrecht Sieber zeigte sich mit der Planung für die Stellflächen nicht einverstanden. Er finde es unglaublich, dass alle Parkplätze für Hinein- und Hinausfahren gleich seien, sprich, dass es keine Zu- und Abfahrt gebe. Das sei für ihn ein Unding in Zeiten von SUV-Fahrzeugen. Da sich dort die Kindertagesstätte befindet, zu der die Kinder mit dem Auto gebracht und abgeholt werden, zeigte er sich wenig erfreut über die möglichen Probleme, die entstehen könnten, wenn große Autos rückwärts herausfahren müssten. Er bestehe auf einer zusätzlichen Ausfahrtmöglichkeit, machte er deutlich.

Theo Effinger stellte sich gegen Parkplätze im 45 Grad Winkel. Auch die kleine Fläche neben dem Anbau hinter dem ehemaligen Heimatmuseum, die als kleiner Garten angedacht ist, fand nicht viel Beifall.

Keine Gegenliebe der Räte

Brita Krebs schlug vor, den Garten wegzulassen und stattdessen einen Spielplatz zu bauen. Das fand auch keine Gegenliebe der Räte in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kita Bondelplatz.

„Das wird nicht einfach, Ihre Ideen umzusetzen,“ meinte Bürgermeister Michael Schmitt. Man werde versuchen, bis zur nächsten Sitzung eine Lösung zu erarbeiten, versprach er.